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Vorreiter Dänemark

31. Januar 2019


Da die Wissenschaft heute oft schneller ist, als die Politik Schritt halten kann, variieren die Gesetze zur Reproduktionsmedizin zwischen den Ländern in und außerhalb Europas. Europäer mit unerfülltem Kinderwunsch nutzen deshalb vielfach die Vorteile der nah beieinanderliegenden Ländergrenzen und der Möglichkeit, diese ohne Probleme passieren zu können. Und genießen dabei die Sicherheit, dass europaweit ein meist vergleichbar hoher medizinischer Standard gewahrt bleibt.

Dänemark ist hier eine der Hauptanlaufstellen für IVF Touristinnen. Dank eines sehr liberalen regulatorischen Umfelds und einer großen Aufgeschlossenheit der Gesellschaft gegenüber künstlicher Befruchtung, zählt das Land zu den europäischen Spitzenreitern hinsichtlich des Anteils der Kinderwunschbehandlungen an der allgemeinen Geburtenrate. So kommen um die 8 bis 10 Prozent aller Babys in Dänemark dank „assistierter Reproduktion“ zur Welt. Das Behandlungsspektrum umfasst dabei heterosexuelle genauso wie lesbische Paare oder Singles. Klappt es nicht mit dem Kinderwunsch, gilt es als gängiges Prozedere, sich ärztliche Hilfe zu suchen – im staatlichen Gesundheitssektor und immer öfter auch in einer der prominenten privaten Institute, wie der VivaNeo StorkKlinik Kopenhagen oder der VivaNeo Ciconia Fertilitetsklinik Aarhus.

Nina Stork, Hebamme und Gründerin der StorkKlinik Kopenhagen der VivaNeo-Gruppe war eine der Vorkämpferinnen des Landes, um auch alleinstehenden Frauen und homosexuellen weiblichen Paaren den Zugang zu assistierter Reproduktionstechnik durch Ärzte zu ermöglichen. Seit 2007 ist dies in Dänemark unter anderem dank ihres Einsatzes erlaubt. Da in diesen Fällen in Deutschland und Frankreich medizinische Hilfe aufgrund der Gesetzeslage, verweigert werden kann, in Österreich und Norwegen zwar für lesbische Paare zulässig ist, aber nicht für alleinstehende Frauen, nutzen viele die kurzen Wege innerhalb der EU, um die Hilfe dänischer Kliniken in Anspruch zu nehmen. Auch aus Schweden, wo eine künstliche Befruchtung von Frauen über 42 nicht gestattet ist, wenden sich viele Frauen an Dänemark, wo Patientinnen bis zum 46. Lebensjahr behandelt werden können. Damit mutierte das Land zum Zufluchtsort für Frauen mit Kinderwunsch, die andernorts an der Altersgrenze, einem eingeschränkten Behandlungsspektrum oder an einer fehlenden Beziehung scheitern, oder schlicht, weil sie nicht heterosexuell sind. In der Stork Klinik stammten 2017 ganze 90 Prozent der Patienten aus Schweden, Deutschland, Norwegen, Frankreich, der Schweiz und England. Selbst aus den USA machen sich Frauen auf den Weg in den europäischen Norden. Natürlich lohnt sich die Gesetzeslage auch wirtschaftlich für das skandinavische Königreich. Denn wer aus dem Ausland anreist, kann keine staatlichen Zuschüsse für die Kinderwunschbehandlung in Anspruch nehmen, sondern zahlt aus eigener Tasche.

Aufgrund dieser liberalen Haltung gegenüber der Reproduktionsmedizin, ist auch die Spendenbereitschaft für Spermien und Eizellen in Dänemark höher als in vielen anderen Ländern. Wobei Eizellenspenden nach wie vor seltener sind als Samenspenden. Also kein Zufall, dass gleich zwei der größten europäischen Samenbanken, Cryos International und die European Spermbank sich Dänemark als Firmensitz ausgesucht hat. Und vom europäischen Norden aus 90 Prozent ihres Vorrats an andere EU Länder veräußern. Die großzügige Spendenmenge verkürzt außerdem die Wartezeiten bei Behandlungen mit Fremdsperma in Dänemark und spart Patientinnen gegebenenfalls bange Monate. Ein weiterer Grund für den großen Ansturm aus dem Ausland.

Doch ist nur die liberale Einstellung Ursache für diese Freigiebigkeit? In Dänemark können Spender frei entscheiden, ob sie anonym bleiben möchten oder nicht. Das Ergebnis der Studie „Danish sperm donors across three decades: motivations and attitudes“ von 2014 zeigt, dass beide Möglichkeiten für Männer ausschlaggebend sein können: Während für einige die Anonymität wichtigstes Kriterium ist zu spenden, ist für andere unabdingbare Motivation, dass das Kind erfahren kann, wer sein Vater ist.

Inzwischen dürfen seit 2018 alleinstehende Frauen wie auch Paare mit beidseitigem Fruchtbarkeitsproblem im dem kleinen Land auch auf Doppelspenden zurückgreifen. Sprich, Sperma und Eizelle stammen beide nicht von den betroffenen PatientInnen mit unerfülltem Kinderwunsch. Einzige Bedingung ist, dass eine Spenderseite namentlich nicht anonym bleibt, um das Recht der Kinder auf das Wissen um einen Teil ihrer Herkunft zu wahren. Leihmutterschaften mit fremden Eizellen hingegen sind auch im liberalen Königreich illegal.

Es bleibt abzuwarten, ob Dänemark als Vorreiter der EU eventuell europäische Nachbarn animiert, bezüglich der Reproduktionstechnik politisch gleichzuziehen.

Lesen Sie hierzu mehr unter: ”Why so many Women travel to Denmark for fertility treatments”

Quelle: TIME Magazine 3. Januar 2019

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