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Suchtstoffe und deren Auswirkungen auf Fertilität

28. März 2019


Es sollte im Prinzip keine Überraschung sein, dass Suchtstoffe einen negativen Einfluss auf die Fertilität haben. Da sie auch ansonsten die Gesundheit schwer schädigen können und es für eine Schwangerschaft einen intakten Körper braucht, wirkt der Konsum von Drogen bei Kinderwunsch kontraproduktiv. Denn die Vorgänge bis zur Einnistung des Embryos in die Gebärmutterschleimhaut sind kompliziert und ebenso anfällig für Störungen. Genauso wie die Spermaproduktion des Mannes. Dabei gibt es natürlich Unterschiede, in welchem Ausmaß die Fertilität beeinflusst wird: vom leichten Suchtmittelgebrauch bis zum schweren Missbrauch starker Drogen.

Nikotin:

Frauen, die rauchen, schädigen ihre Eierstockfunktion und den für die Eizellreifung verantwortlichen Hormonkreislauf. Sie neigen stärker zu Frühgeburten und warten dreimal länger darauf schwanger zu werden als Frauen, die nicht rauchen. Das schließt assistierte Befruchtungen ein. Auch bei eintretender Schwangerschaft ist die Erfolgsrate niedriger als bei Nichtraucherinnen.

Männliche Raucher schränken ihre Fruchtbarkeit ebenso stark ein. Nikotin schädigt die Zellkraftwerke der Spermien: Ihre Beweglichkeit lässt extrem nach, sie werden lahm. Und sie werden weniger: Im Vergleich zu Nichtrauchern produzieren rauchende Männer viel weniger Samenzellen.

Alkohol:

Tatsächlich gibt es bei gelegentlichem Alkoholgenuss keine Hinweise auf einen negativen Einfluss der Fruchtbarkeit. Während er aber natürlich während der Schwangerschaft oder des Stillens absolut zu vermeiden ist. Auch das früher propagierte eine Glas Sekt kann das ungeborene Kind schädigen. Da Frauen häufig nicht sofort bemerken, dass sie schwanger sind, sollten sie sowohl bei Kinderwunschbehandlungen, als auch bei dem Versuch auf natürlichem Wege ein Baby zu zeugen den Alkoholkonsum besser reduzieren.
Übermäßiges regelmäßiges Trinken bei Kinderwunsch kann eine Schwangerschaft außerdem hinaus zögern. Zwar ist der Einfluss nicht gravierend, aber aus oben erwähnten Gründen, ist der Genuss von über 15 alkoholischen Getränken die Woche (ab dieser Menge konnte ein Einfluss auf die Fruchtbarkeit verzeichnet werden) besser zu vermeiden.

Drogen

Für die männliche Fruchtbarkeit ist die Produktion einer ausreichenden Anzahl gesunder Spermien wichtig, für die weiblichen intakten Eizellen, der Eisprung und die Einnistung. All dies hängt von einer komplexen hormonellen Steuerung ab. Die wird durch den Konsum von Drogen durcheinandergebracht. Das Problem dabei: Diese Entwicklung ist dauerhaft. Eine Abstinenz korrigiert den Vorgang nicht. Dabei ist es egal, ob im Labor hergestellte Mittel konsumiert wurden oder Betäubungsmittel wie Cannabis, die von der Natur geliefert werden.

Cannabis:

Das in Cannabis enthaltene THC wandert unter anderem in die Hoden, da es durch den Blutkreislauf den gesamten Körper passiert. Es wird vermutet, dass THC dadurch die Produktion des Testosterons mindern kann. Das wiederum für die Spermienproduktion wichtig ist. Und tatsächlich: Je mehr Cannabis ein Mann konsumiert, desto niedriger ist sein Testosteronspiegel.
Dazu schadet „kiffen“ auch noch der Qualität der Spermien. Im Ejakulat von Dauerkonsumenten finden sich viele bewegungslose Spermien. Da sich THC im Fettgewebe anreichert und langsam abgebaut wird, hält dieser Einfluss lange an.

Kokain:

Hier wird bei Männern eine Fruchtbarkeitsverringerung um 50 Prozent vermutet. Auch bei Frauen führt Kokain zu verstärkter Infertilität. Wie kommt das? Sowohl in den Ei- wie auch in den Spermazellen gibt es Rezeptoren für Kokain. Das testikuläre Gewebe weist dann eine abnormale Anatomie auf. In vielen Zellen wurde eine Degeneration entdeckt. In den Spermien produzierenden Hodenkanälchen wurden bei Kokainkonsum degenerierte und abnormale Zellen gefunden. Sowohl bei hohem wie geringem Verbrauch. Durch hohe Dosen wird zudem die Blutversorgung der Hoden für mehrere Stunden beeinträchtigt.  Aber es kommt noch schlimmer: Selbst, wenn die Frau Kokain nicht konsumiert, wird vermutet, dass über die Spermien das Kokain auf die Eizelle übertragen wird. Das Ergebnis: eine größere Wahrscheinlichkeit von Fehlgeburten.
Durch den naturgemäßen Mangel an menschlichen Probanden, stammen diese Ergebnisse allerdings von Ratten. Auch weil Kokainkonsumenten meist noch zusätzliche Drogen nehmen. Erfahrungsgemäß lassen sich die Ergebnisse aber direkt auf Menschen übertragen.
Aus humanen Tests stammt die Erfahrung, dass Kokain zu einer Verengung der Blutgefäße führt, diese wiederum zu erektiler Dysfunktion. Mit anderen Worten, der Mann bekommt keinen erigierten Penis.

Ecstasy, MDMA, Speed etc.:

Auch sie senken den Testosterongehalt im Blut um gleich die Hälfte. Außerdem wird die DNA der Spermien stark geschädigt und in den Hodenkanälchen finden sich auch hier degenerierte Zellen. Im Gegensatz zu Cannabis, verursachen Amphetamine kein reduziertes Bewegungsvermögen oder andere äußerliche Auffälligkeiten der Spermien.

Methamphetamine (Chrystal Meth):

Tatsächlich haben Chrystal Meth Konsumenten drängendere Probleme als den unerfüllten Kinderwunsch. Sollte es doch von Interesse sein, welche Auswirkungen die Droge auf die Fruchtbarkeit hat, seien sie hier der Vollständigkeit halber erwähnt: Der Konsum schädigt die Hodenkanälchen. Damit wird die Testosteronproduktion gesenkt. Außerdem können die Spermien durch Gefäßverengungen und Durchblutungsprobleme geschädigt werden. Und das Risiko von Missbildungen am Herzen des Babys steigt enorm.

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