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Refertilisierung in der VivaNeo Praxisklinik Sydow Berlin

Als Refertilisierung wird das "Rückgängigmachen" einer Sterilisation bei der Frau bezeichnet. Unter dem Begriff der Sterilisation versteht man wiederum die operative Herstellung einer dauerhaften Unfruchtbarkeit. In den meisten Fällen wird der Eingriff mit einer Bauchspieglung (Laparoskopie) durchgeführt. Dabei werden beide Eileiter an zwei nebeneinanderliegenden Stellen elektrisch verschmolzen. Alternativ kann die Eileiterfunktion auch durch Clips oder Kunststoffringe unterbrochen werden. Methodenunabhängig können sich die Samenzellen und Eizellen nicht mehr treffen. Eine Befruchtung und eine Schwangerschaft sind dadurch ausgeschlossen. In unserem KiWu Zentrum in Berlin helfen wir Ihnen dabei, wenn Sie nach einer Sterilisation der Kinderwunsch doch noch erfüllen soll. 

Behandlungsmöglichkeiten 

Sollte entgegen der ursprünglichen Überlegung doch ein späterer Kinderwunsch bestehen, kommen zwei Behandlungsmöglichkeiten in Frage. Neben der Befruchtung von Eizellen außerhalb den Körpers (In-vitro-Fertilisation, IVF) kann die Eileiterdurchgängigkeit operativ wieder hergestellt werden. Diese sogenannte Refertilisierung ist nur sinnvoll beim Vorliegen eines normalen Spermienbefundes und einer normalen Zyklussituation mit regelmäßigen Menstruationen und einem nachweisbarem Eisprung. Für Frauen > 40 Jahren wird die Refertilisierung nicht empfohlen, da die altersbedingte Schwangerschaftswahrscheinlickeit bereits relativ klein ist.

Der operative Erfolg der Refertilisierung hängt neben dem Alter der Frau sehr wesentlich vom Ausmaß der Zerstörung der Eileiter durch die Sterilisation ab. Es sollten mindestens 3-4 cm lange Resteileiter erhalten sein. Wir bevorzugen für die Wiederherstellung der Eileiterdurchgängigkeit (Reanastomosierung) die minimal invasive Bauchspiegelung (Laparoskopie).

Wie läuft eine Refertilisierung ab?

Im ersten Schritt der Operation werden die verschlossenen Eileiterabschnitte präpariert und entfernt. Anschließend wird über die Gebärmutterhöhle ein Katheter in die Eileiter eingelegt. Über diesen Splint können die jeweiligen Enden nun wieder zusammengeführt werden. Dies geschieht mit einer 2-schichtigen Einzelkopfnaht mit sehr dünnen Fäden. Ohne die Schleimhaut der Eileiter zu erfassen wird zuerst die innere Muskelschicht adaptiert und vernäht und anschließend die äußere sogenannte Serosaschicht. Damit ist die Anastomose abgeschlossen. Anschließend wird der Erfolg des Eingriffs durch eine Farbstoffspülung der Eileiter geprüft und die Instrumente entfernt.

Eine Wiederherstellung der Eileiterdurchgängigkeit

Die operative Wiederherstellung der Eileiterdurchgängigkeit dauert etwa 1,5–2 Stunden. Der Eingriff wird grundsätzlich nicht von den Kassen getragen. Die Patienten sind bereits nach einer Woche Arbeitsbefreiung genesen und können anschließend sofort schwanger werden. Die Erfolgsrate der Refertilisierung liegt bei 50–60 %.