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Schmerzhafte Regelblutungen und schwere Krämpfe

22. August 2018


Endometriose wird häufig verkannt

Gibt man die Worte „Endometriose“ und „Tabu“ in Suchmaschinen im Internet ein, stößt man auf erschreckende Erfahrungsberichte von Frauen mit Wucherungen der Gebärmutterschleimhaut. Erzählt wird von unerträglichen Schmerzen während der Periode und beim Geschlechtsverkehr, von verständnislosen Frauenärzten, einem ratlosen Umfeld, zerbrechenden Partnerschaften. 

Endometriose, das heißt: Der Gebärmutterschleimhaut ähnliches Gewebe siedelt sich außerhalb der Gebärmutter an. Dieses gutartige Gewebe wuchert bspw. an Organen des kleinen Beckens in unmittelbarer Nähe zur Gebärmutter (wie Eileiter und Eierstöcke) beziehungsweise in einer Bauchfellhöhle zwischen Darm und Hinterseite der Gebärmutter, Gebärmutter, Bauchfell, Eierstöcken oder Eileitern. Die Symptome können sehr unterschiedlich sein: Manche Frauen haben sehr starke Unterbauchschmerzen, andere merken keine große Beeinträchtigung. 

Die genauen Ursachen sind noch nicht geklärt, obwohl es eine der häufigsten Frauenkrankheiten ist. Nach Aussage der Deutschen Endometriose-Vereinigung leiden geschätzt 7 bis 15 Prozent aller Frauen im geschlechtsreifen Alter unter der chronischen Erkrankung Endometriose. Das sind in Deutschland 2 bis 6 Millionen Frauen (Quelle: Endometriose-Vereinigung Deutschland e.V.).

Erste Hinweise auf eine Endometriose können die Leidensgeschichte der Patientin, die Veranlagung in der Familie, ein Tastbefund und eine Ultraschalluntersuchung geben. Das Endometriose-Zentrum des Universitätsklinikums Tübingen hat eine Checkliste von Beschwerden zusammengestellt, die bei Endometriose vorkommen können:


CHECKLISTE TYPISCHE ENDOMETRIOSE-BESCHWERDEN

  • Unterschiedlich lange und unterschiedlich starke, oft unregelmäßige Periodenblutungen.
  • Leichte bis sehr starke Bauch- und Kreuzschmerzen, vor und während der Periodenblutung, mit Schmerzausstrahlung in die Beine, die im Extremfall bis zur Ohnmacht führen können.
  • Schmerzen während oder nach dem Geschlechtsverkehr und gynäkologischen Untersuchungen, Schmerzen während des Eisprungs.
  • Blasen- und Darmkrämpfe sowie Beschwerden bei Stuhlgang und Wasserlassen.
  • Anhaltende Erschöpfung und Müdigkeit in Verbindung mit Übelkeit, Kopfschmerz, Schwindel, die so schwer sein können, dass Arbeiten nicht mehr möglich ist, hauptsächlich kurz vor der Periode, während oder kurz nach der Periodenblutung.
  • Neigung zu Allergien
  • Erhöhte Infektanfälligkeit (Neigung z. B. zu Erkältungen), insbesondere während der Menstruation.
  • Eingeschränkte Fruchtbarkeit bzw. unerfüllter Kinderwunsch

Je mehr Beschwerden zutreffen, desto wahrscheinlicher ist es, dass eine Endometriose vorliegt. Wenn Sie vermuten, davon betroffen zu sein, wenden Sie sich unbedingt an Ihre Frauenärztin oder Ihren Frauenarzt. Informationen und Hilfen finden Sie auch bei der Endometriose-Vereinigung Deutschland e.V.

Durchschnittlich 6 bis 10 Jahre dauert es bis zur Diagnose. So leiden viele Frauen häufig über Jahre stumm an den Verwachsungen in ihrem Körper. Oft ist es erst ein unerfüllter Kinderwunsch, der die Krankheit zutage bringt. Es ist leicht vorstellbar, dass fremdes Gewebe an Eileiter, Eierstöcken und Gebärmutter das empfindliche Gleichgewicht des weiblichen Zyklus und der Empfängnis beeinträchtigen kann. Verklebungen oder Verwachsungen an den Eileitern können bspw. dazu führen, dass die Eizelle nicht in die Gebärmutter wandern kann.

Diagnostiziert wird eine Endometriose über eine Bauchspiegelung, bei der die Verwachsungen im besten Fall gleich entfernt werden. Dennoch können die Endometrioseherde immer wieder entstehen, so dass eine Operation nicht immer die ersehnte endgültige Lösung darstellt. Weitere Behandlungsansätze sind Schmerzmittel, krampflösende Medikamente oder eine Hormontherapie, um die Symptome zu lindern. In manchen Fällen können auch alternative Heilmethoden wie Akupunktur, Traditionelle Chinesischer Medizin und Homöopathie Behandlungserfolge liefern. 

Nicht jeder Gynäkologe kennt sich ausreichend mit der Erkrankung aus. Sie können gezielt ein zertifiziertes Endometriosezentrum aufsuchen, das bei der Endometriose-Vereinigung Deutschland e.V. gelistet ist: http://www.endometriose-vereinigung.de/willkommen.html

Heilbar ist Endometriose nicht. Dank vermehrter Aufklärung in den Medien und diversen Selbsthilfegruppen ist die Erkrankung in die Öffentlichkeit gerückt und damit auch in das Bewusstsein der Ärzte und Patienten. Wichtig ist, die Erkrankung zu verstehen und sie für das eigene Leben einzuordnen, damit Betroffene ihren Weg finden, mit der Krankheit umzugehen.

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