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Ovarialinsuffizienz – Die Gefahr einer vorzeitigen Erschöpfung der Eierstockfunktionen

10. August 2017


Wenn es mit dem Schwanger werden nicht klappt, kann eine Ursachen für den unerfüllten Kinderwunsch eine sogenannte Ovarialinsuffizienz sein. Hierbei handelt es sich um eine frühzeitige Aufzehrung der Eibläschen (Follikel). Denn eine wichtige Voraussetzung für regelmäßige menstruale Zyklen mit einem effektiven Eisprung ist das Vorhandensein einer Vielzahl von Follikeln im Eierstock.

Die ursprünglichen Follikel werden bereits während der embryonalen Entwicklung des Mädchens im Mutterleib gebildet. Mit dem Eintreten der Pubertät sind noch etwa 450.000 Follikel in den Eierstöcken vorhanden. Die Eizellen liegen eingebettet in den Follikeln. In jedem Monat gehen bis zu 1.000 Eizellen verloren (Atresie). Dieser Vorgang geschieht unbemerkt, auch in der Zeit einer Schwangerschaft oder während der Einnahme der Antibabypille. Er ist nicht steuerbar und auch nicht aufzuhalten. Wie schnell dieser natürliche Prozess des Follikelverlustes verläuft, ist individuell sehr unterschiedlich.

Prämature Ovarialinsuffizienz – wenn die Follikel-Zahl vor dem 40. Geburtstag stark geschrumpft ist

Ist die Zahl der Follikel vor dem 40. Geburtstag schon über das altersentsprechende Maß hinaus stark reduziert, kann die Follikelreifung und der Eisprung oft nicht mehr regelrecht ablaufen. Es kann zu unterschiedlichen Zyklusstörungen bis hin zum Ausbleiben der Menstruation kommen. Derartige Einschränkungen der Eierstockfunktionen werden als prämature Ovarialinsuffizienz (POI) bezeichnet.

Operationen am Eierstock, Chemotherapie, Endometriose, Autoimmunkrankheiten oder eine genetische Disposition können die Ursache einer prämaturen Ovarialinsuffizienz sein. In den meisten Fällen kann die eigentliche Ursache aber nicht gefunden werden. Da es trotz eines fortschreitenden Follikelverlustes oft erst relativ spät zu Störungen der Follikelreifung kommt, bleibt eine prämature Ovarialinsuffizienz in der Frühphase oft noch unerkannt. Für betroffene Frauen, die ihren Kinderwunsch erst zu einem späten Zeitpunkt realisieren wollen, kann die Unkenntnis dieser Situation schwerwiegende Folgen für die Familienplanung haben.

Der fortschreitende Verlust der Follikel kann weder gestoppt noch umgekehrt werden

Wird eine prämature Ovarialinsuffizienz festgestellt, gibt es keine Möglichkeit einer kausalen Behandlung. Das heißt, der Prozess des Follikelverlustes kann nicht gestoppt oder umgekehrt werden. Neue Follikel oder Eizellen können, auch durch eine Hormonbehandlung, nicht entstehen.

Ist die prämature Ovarialinsuffizienz eingetreten, führen aktive Kinderwunschbehandlungen kaum zu einer Verbesserung der natürlichen Schwangerschaftswahrscheinlichkeit. Die spontane Schwangerschaftschance, bei betroffenen Frauen, beträgt dann etwas nur noch 5%.

Präventive Untersuchung der Eierstockreserve mindert Gefahr einer prämaturen Ovarialinsuffizienz deutlich

Um rechtzeitig eine solche Gefahr zu erkennen, empfehlen wir auch jüngeren Frauen eine präventive Untersuchung ihrer Eierstockreserve. Wir führen dazu einen vaginalen Ultraschall mit Darstellung beider Eierstöcke durch. Es sollten deutlich mehr als 10 Follikel vorhanden sein (Antraler Follikelcount, AFC). Parallel wird eine Blutuntersuchung mit der Bestimmung des Anti-Müller-Hormons (AMH) vorgenommen. Der Wert des AMH repräsentiert die Zahl der in den Eierstöcken vorhandenen Follikel und damit der Eizellen relativ zuverlässig.

Ist eine zu geringe Follikelreserve erkennbar, werden weitere endokrinologische und genetische Untersuchungen eingeleitet. Auf diese Weise können wir den betroffenen Frauen noch rechtzeitig Empfehlungen für die Familienplanung geben. Dazu kann auch die Einleitung einer aktiven Kinderwunschbehandlung gehören.

Wenden Sie sich gern an uns, wenn Sie zu diesem Thema Fragen haben. Wir können durch die vorsorgende Untersuchung der Eierstockreserve die Gefahr einer prämaturen Ovarialinsuffizienz frühzeitig erkennen und Ihnen bei der Erfüllung Ihres Kinderwunsches helfen.

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