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Künstliche Befruchtung – Welche Schritte muss ich gehen?

15. Mai 2019


Dem Großteil der Menschen ist die künstliche Befruchtung nicht unbekannt. Dennoch kennen Betroffene, die sich zu einer Behandlung in einer Kinderwunschklinik entscheiden, nicht den genauen Ablauf. Wir erklären deshalb Schritt für Schritt, wie wir bei einer künstlichen Befruchtung gemeinsam vorgehen.

Therapie IVF oder ICSI: So funktioniert es

Voraussetzung für die Entscheidung zu einer assistierten Reproduktion ist zunächst die Diagnosestellung. Wir suchen Gründe und Ursachen, warum es trotz regelmäßigem ungeschützten Geschlechtsverkehr bisher nicht zum Eintritt einer Schwangerschaft gekommen ist. Bevor eine In-vitro-Fertilisation (IVF) durchgeführt wird, prüfen wir die Voraussetzung für einen Schwangerschaftserfolg. So kann zum Beispiel die Entfernung von ungünstig sitzenden Myomknoten oder eine Verbesserung des Stoffwechsels die Schwangerschaftschance verbessern.


Schritt 1: Für den Start der Behandlung vereinbaren Sie bitte einen Ultraschalltermin wenige Tage vor dem Eintreten ihrer Menstruationsblutung.
Der Termin dient dem Ausschluss von Eierstockzysten. Bei einem normalen Ultraschallbefund geben wir Ihnen grünes Licht für den Therapiezyklus. Das individuelle Stimulationsprotokoll und die Einverständniserklärungen werden ihnen ausführlich erklärt und mitgegeben.


Schritt 2: Innerhalb der ersten drei Zyklustage beginnen wir bei der Frau mit der Stimulierung der Follikel.
Ziel der hormonellen Stimulation ist das Wachsen mehrerer Follikel, um am Ende eine Vielzahl von Eizellen für die Befruchtung außerhalb des Körpers gewinnen zu können.

Um das Follikelwachstum anzuregen, wird täglich das Follikel stimulierende Hormon (FSH) injiziert. Die Injektion erfolgt unter die Haut und wird von Ihnen selbst durchgeführt. Zuvor klären wir Sie über die Handhabung auf und schulen Sie entsprechend. Die Hormonbehandlung dauert durchschnittlich acht bis zehn Tage. In dieser Zeit reifen und wachsen die Follikel unterschiedlich schnell.

Ab dem fünften FSH-Spritzentag erhalten Sie von uns ein zweites Hormonpräparat, das ebenfalls täglich unter die Haut injiziert wird. Es handelt sich bei diesem Medikament um einen sogenannten GnRH-Antagonisten. Diese Injektionen sollen sicherstellen, dass es während der Stimulationsphase nicht zu einem vorzeitigen Eisprung kommt.

Nach sechs Behandlungstagen wird in der Regel eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt, um den Entwicklungsstand der Follikel anhand ihres Durchmessers festzustellen. Gleichzeitig klären wir, wie lange die Hormonbehandlung fortgeführt werden muss.
Mit dem Erreichen einer ausreichenden Follikelgröße erhalten sie einmalige Injektion des Hormons HCG, um die Endausreifung der Eizellen zu erreichen. In den meisten Fällen erfolgt die Eizellentnahme etwa 36 Stunden nach dieser Auslösungsspritze.


Schritt 3:
Jetzt erfolgt die Eizellentnahme. Die Follikelaspiration wird unter einer leichten Narkose durch eine transvaginale Punktion der Eierstöcke mit einer sehr dünnen Nadel durchgeführt. Der Eingriff findet unter Ultraschallsicht statt.

Der Inhalt der abgesaugten Eibläschen wird im Labor mikroskopisch untersucht. Die Eizellen, die sich in der Follikelflüssigkeit befinden, werden herausgesucht und für die Befruchtung vorbereitet. Zeitgleich erfolgt die Gewinnung der Samenzellen durch den Mann.


Schritt 4:
Es gibt zwei unterschiedliche Möglichkeiten für die Befruchtung der Eizellen. Liegt ein normaler Samenzellbefund vor, nutzen wir die klassische In-vitro-Fertilisation. Bei dieser Methode werden die aufbereiteten Spermien mit den Eizellen in der Kulturschale zusammengebracht. Auf diese Weise finden die Spermien eigenständig den Weg zur Eizelle. Es ist ein sehr physiologischer Vorgang, mit der Befruchtung der Eizelle im Körper der Frau vergleichbar ist.

Wenn ein eingeschränktes Spermienergebnis vorliegt, nutzen wir die Intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI). Bei dieser Methode wird eine einzelne Samenzelle mit einer Mikrokapillare unter mikroskopischer Sicht direkt in die Eizelle eingebracht.

Bei beiden Methoden erfolgt am nächsten Tag die Befruchtungskontrolle. Wir können nun erkennen, dass mit dem Eindringen der Samenzellen bei einem Teil der Eizellen der reguläre Befruchtungsvorgang in Gang gekommen ist. Diese Eizellen können nun für den Embryotransfer weiter kultiviert werden. Das Ziel ist die Übertragung von ein bis zwei entwicklungsfähigen Embryonen in die Gebärmutterhöhle.
Um die geeignetsten Embryonen zu identifizieren, nutzen wir einen speziellen Geri-Inkubator. Dieser Brutschrank bietet ideale Bedingungen für die Entwicklung der Zellen. Im Rahmen der Time Lapse Technologie werden im fünf Minuten-Rhythmus Bilder erstellt, um die Dynamik der Embryonenentwicklung beurteilen zu können.


Schritt 5: Die Übertragung der Embryonen in die Gebärmutterhöhle erfolgt zwei bis fünf Tage nach der Follikelpunktion. Das Eizelllabor legt auf der Grundlage der Entwicklung der Embryonen den Tag des Transfers individuell fest. Die Beobachtung im Geri-Inkubator ist eine wesentliche Hilfe, um den richtigen Zeitpunkt für die Übertragung der Embryonen zu bestimmen.

Um die Entstehung einer Mehrlingsschwangerschaft zu vermeiden, raten wir zu einem Transfer von maximal zwei Embryonen. Bei vielen Patienten wird der Transfer zunehmend auch nur mit einem Embryo durchgeführt, dem sogenannten Single Embryo Transfer (SET). Wenn überzählige Eizellen beziehungsweise Embryonen eingefroren werden, bleibt dennoch die höchstmögliche Schwangerschaftschance für die Frau erhalten.

Die Übertragung der Embryonen geschieht mit einem weichen und beweglichen Kunststoffkatheter, der ohne Narkose und schmerzfrei in die Gebärmutterhöhle eingebracht werden kann.
Bereits wenige Minuten nach einer Behandlung kann die Patientin die Klinik verlassen.


Schritt 6: Etwa zwei Wochen nach der Eizellentnahme kann der Schwangerschaftstest durchgeführt werden. Bei einem positiven Testergebnis und dem Ausbleiben der Blutung, vereinbaren Sie einen Termin zur Ultraschalluntersuchung und Feststellung der Schwangerschaft.
Wenn der Versuch nicht geklappt hat, bitten wir Sie erneut einen Termin mit uns zu vereinbaren, um die nächsten Schritte abzustimmen.

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