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Kryokonservierung? Wann macht es Sinn?

14. Mai 2019


Bei etwa 15 % aller Paare erfüllt sich der Kinderwunsch nicht auf natürlichem Wege. Nach den zugrundeliegenden Ursachen wird gesucht. Die moderne Reproduktionsmedizin verfügt über viele Möglichkeiten betroffenen Paaren zu einem eigenen Kind zu verhelfen. Sie reicht von der einfachen hormonellen Unterstützung des Folikelwachstums und des Eisprungs bis hin zur Befruchtung von Eizellen außerhalb des Körpers der Frau im Rahmen einer Behandlung mit künstliche Befruchtung. Eine große Bedeutung bei diesen Behandlungsverfahren hat die sogenannte Kryokonservierung.

Diese wird in der Reproduktionsmedizin des Menschen schon seit Anfang der 1990er Jahre routinemäßig eingesetzt und ist ein gut etabliertes Verfahren, das es ermöglicht Keimzellen einzufrieren und bei -196° C in flüssigem Stickstoff nahezu unbegrenzt bei vollem Erhalt der biologischen Aktivität aufzubewahren. Die Überlebens- und damit die erzielbaren Erfolgsraten bei Verwendung der eingefrorenen Zellen für entsprechende Kinderwunschbehandlungen sind erfreulich hoch.

Mit Hilfe der Kryokonservierung können in Sperma oder auch in Hodengewebe enthaltene Samenzellen eines Mannes eingefroren und „haltbar“ gemacht werden und stehen somit jederzeit für eine Kinderwunschbehandlung bereit. Das ist auch für reife Eizellen und aus einer Behandlung mit künstlicher, extrakorporaler Befruchtung hervorgegangenen befruchteten Eizellen und Embryonen möglich.
Für die Kryokonservierung von Keimzellen und deren Verwendung gibt es verschiedene Gründe. So kann die Kryokonservierung zum Erhalt der Fertilität genutzt werden, wenn bei Frau oder Mann aufgrund einer Krebserkrankung eine Chemo- oder Strahlentherapie nötig ist, die zu einer Schädigung der Keimzellen und somit zu einem Verlust der Fruchtbarkeit führen können.

Ein sogenanntes Kryodepot von Samenzellen ist auch für Männer, die sich vor einer Sterilisation ihre Fruchtbarkeit dennoch erhalten möchten, eine sehr gute Option.

Mit dem sogenannten Social Freezing von reifen Eizellen steht diese Möglichkeit auch Frauen offen, für die der Kinderwunsch noch nicht im unmittelbaren Focus der Lebensplanung steht. Sinnvoll ist diese Möglichkeit Fertilitätserhaltung vor allem bei jungen Frauen, da die Qualität der Eizellen einer Frau mit steigendem Alter abnimmt. Die kryokonservierten „jungen“ Eizellen können auch nach vielen Jahren für eine Kinderwunschbehandlung aufgetaut, befruchtet und als Embryonen in die Gebärmutter übertragen werden (Embryotransfer) und so zur Erfüllung des Kinderwunsches beitragen.

Besonders ratsam ist die Kryokonservierung von befruchteten Eizellen und/oder Embryonen, die im Rahmen einer IVF- oder ICSI-Behandlung entstanden sind. Häufig entwickeln sich mehr befruchtete Eizellen und/oder Embryonen als für den Transfer benötigt werden. Die überzähligen Vorkernstadien/Embryonen können dann kryokonserviert und bei Bedarf für weitere Behandlungen aufgetaut werden. Stellt sich z. B. nach der Übertragung von „frischen“ Embryonen keine Schwangerschaft ein, können die eingefrorenen befruchteten Eizellen oder Embryonen im Rahmen eines sogenannten Auftauzyklus aufgetaut und für weitere Transfers verwendet werden. So ist es möglich, nach einer IVF- oder ICSI-Behandlung die Wahrscheinlichkeit eine Schwangerschaft zu erzielen deutlich zu steigern.

Natürlich können nach der Geburt eines Kindes noch vorhandenen eingefrorenen befruchteten Eizellen oder Embryonen auch für die Erfüllung des Wunsches nach weiteren Geschwisterkindern verwendet werden. Ein großer Vorteil der Kryokonservierung liegt hierbei darin, dass eine erneute Stimulationsbehandlung der Eierstöcke zur Gewinnung und Befruchtung von Eizellen vermieden werden kann. Die Durchführung eines Transfers von Embryonen nach Auftauen ist oft ohne Hormonbehandlung im natürlichen Zyklus möglich. In manchen Fällen wird eine hormonelle Vorbereitung der Gebärmutterschleimhaut genutzt. Das notwendige Hormon kann in Form von Tabletten eingenommen werden. Die tägliche Verabreichung von Hormonen mittels Spritzen wie bei einer Stimulation der Eierstöcke ist nicht erforderlich. Eine Eizellentnahme unter Narkose ist nicht erforderlich.

Tatsächlich last sich eine Kryokonservierung von Vorkernstadien oder Embryonen nicht wirklich planen, da man nie weiß wie viele davon bei einem Frischzyklus entstehen.

Sind bereits eingefrorene Vorkernstadien oder Embryonen vorhanden, geht das natürlich eher. Aber auch nach dem Auftauen der Zellen weiß man nie, wie sie sich entwickeln und ob sie eine Schwangerschaft herbeiführen können und ob diese dann auch zur Geburt eines Kindes führt. Also kann das nächste Kind auch nicht „verbindlich“ geplant werden.

Die Kryokonservierung erweitert die Möglichkeiten der Kinderwunschbehandlung erheblich und kann dazu beitragen die Chancen auf eine zu verbessern.

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