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Krebs & Kinderwunsch – Fertilitätsreserve als Chance für erkrankte Frauen

24. April 2018


Mit dem gesellschaftlichen Wandel verschiebt sich die Familienplanung vieler Menschen zunehmend nach hinten. Der Wunsch nach einem eigenen Kind fällt hierdurch häufiger in ein Lebensalter, in dem es wahrscheinlicher ist, an Krebs zu erkranken. Doch durch technische Verbesserungen in der Diagnostik und Therapie sind die Überlebenschancen deutlich gestiegen, so dass der Kinderwunsch nach überstandener Krebserkrankung ein immer häufiger bedachtes Thema wird.

Eigenes Kind nach überstandener Krebserkrankung – Die Transposition der Ovarien als Möglichkeit des Fertilitätserhalts

Um auch nach einer Krebserkrankung die Möglichkeit auf ein eigenes Wunschkind aufrecht zu halten, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten eine sogenannte Fertilitätsreserve anzulegen. Diese stehen in fester Abhängigkeit von dem jeweiligen Zeitfenster bis zum Beginn der Chemo- oder Strahlentherapie und der Grunderkrankung.

Eine mögliche Vorgehensweise ist eine fertilitätserhaltende Operation, die jedoch einer strengen Indikationsstellung bedarf und deshalb nicht immer durchzuführen ist. Die Heilung der Patientin steht immer an erster Stelle. Hier können vor einer geplanten Bestrahlung des kleinen Beckens die Ovarien operativ aus diesem Bereich verlagert werden (Transposition der Ovarien), um die Schädigung durch die Bestrahlung zu minimieren. Das Ziel bei dieser Möglichkeit ist es, die Verlagerung der Eierstöcke um deren Funktion trotz Strahlentherapie aufrechtzuerhalten. 

Medikamentöse Ovarprotektion durch GnRH Analoga – Die „Wechseljahrsspritze“ als Schutzmaßnahme 

Eine weitere Therapieoption ist die medikamentöse Ovarprotektion durch GnRH Analoga (die sogenannte „Wechseljahrsspritze“), durch die die Ovarien in einen Ruhezustand versetzt werden. Damit sinkt die Wahrscheinlich nach Beendigung der Chemotherapie dauerhaft in den Wechseljahren zu bleiben. Dies sind die Möglichkeiten zur Ovarprotektion.

IVF-Therapie als Chance auf Kind nach Krebserkrankung

Es bestehen ferner weitere Möglichkeiten zur Keimzellprotektion. Hier steht an erster Stelle die klassische IVF-Therapie mit hormoneller Stimulation, Eizellentnahme und Kryokonservierung befruchteter oder unbefruchteter Eizellen. Hierzu ist ein Zeitfenster von ungefähr 2 Wochen erforderlich. Um später eine Schwangerschaft erreichen zu können, sollten möglichst viele Eizellen eingefroren werden. Durch die Entwicklung neuer Einfriermethoden (Vitrifikation) sind die Überlebensraten unbefruchteter Eizellen deutlich gestiegen, so dass diese Methode auch für Frauen in Frage kommt, bei denen zum Zeitpunkt der Krebserkrankung kein Partner vorhanden ist, mit dem der Kinderwunsch realisiert werden soll.

Bezüglich der Möglichkeiten des Einfrierens der eigenen Fertilitätsreserve besteht zudem die Möglichkeit, ein halbes oder ganzes Ovar per Laparoskopie operativ zu entnehmen und in kleinen Portionen (straws) einzufrieren, das sogenannte „Ovarian Tissue Banking“.

Falls nach Beendigung der Chemotherapie die Patientin weiterhin in den Wechseljahren bleibt, besteht die Möglichkeit das Ovargewebe portionsweise wieder an die Beckenwand oder in das verbliebene Ovar zu transplantieren. Danach kann die Patientin versuchen, auf natürlichem Wege oder mit Hilfe der IVF schwanger zu werden. Mit dieser Methode sind bis Anfang 2018 weltweit über 100 Kinder geboren worden.
Bei einem Zeitfenster von mehr als 2 Wochen besteht auch die Möglichkeit, die unterschiedlichen Optionen zu kombinieren, um die spätere Chance auf eine Schwangerschaft zu erhöhen.

Schnelle Beratung und gezielte Eingriffe können Chancen auf eigenes Kind wahren 

Auch unter Zeitdruck und vor dem Hintergrund einer lebensbedrohlichen Erkrankung können wir also der Patientin verschiedene Therapieoptionen zum Fertilitätserhalt und Realisierung des Kinderwunsches nach überstandener Krebserkrankung ohne Verschlechterung der Prognose anbieten. Deshalb ist es für uns wichtig, schnell und umfassend zu beraten, um so allen unseren Patientinnen im reproduktionsfähigen Alter vor Beginn der Chemotherapie die Möglichkeit bieten zu können, potenzielle Verfahren kennenzulernen und selbstbestimmt entscheiden zu können.

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