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Kinderwunsch und Kinderwunschbehandlung – Fakten zu einer intensiven Zeit

23. August 2017


Eine Kinderwunschbehandlung ist für Mann und Frau eine besondere Zeit, in der sie sich gegenseitig stützen und vertrauen müssen. Denn die psychische Belastung einer Kinderwunschbehandlung ist meist höher, als jene für den Körper. Paare sollten sich deshalb vor einer Fruchtbarkeitsbehandlung tiefgehend über die einzelnen Behandlungsschritte informieren. Gleichzeitig sollten sie sich auch gemeinsam zu Beginn der bevorstehenden Phase ihrer Sehnsüchte und Wünsche in Gesprächen bewusst werden.

233.749 Kinder nach IVF und ICSI – Aktuelle Zahlen zu Kinderwunsch und Kinderwunschbehandlungen

Dass das Paar, dessen Herzenswunsch nach einem Kind bisher nicht in Erfüllung ging, mit seinen Bedürfnissen nicht allein ist, zeigen die aktuellen Zahlen des Deutschen IVF Registers (DIR). Demnach wurden im Zeitraum von 1997 bis einschließlich 2014 in Deutschland 233.749 Kinder nach einer Behandlung außerhalb des Körpers, nach sogenannter extrakorporaler Befruchtung, geboren.*1 Weltweit sind es bis heute mehr als 5 Millionen Kinder, die nach IVF- und ICSI-Behandlungen das Licht der Welt erblickten. Hinzu kommen all jene Kinder, die im Zusammenhang mit Hormonbehandlungen oder Insemination gezeugt wurden. Die Zahl der Behandlungen sowie der Geburten steigen jährlich.

Dies macht deutlich, dass Kinderwunschbehandlungen längst nicht mehr Einzelfälle sind, sondern das Thema in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist. So hat nach der Studie „Kinderlose Frauen und Männer“ jedes 6. bis 7. Paar Schwierigkeiten, ohne ärztliche Unterstützung schwanger zu werden.*2 Weiter sind laut DIR in Deutschland über 2,5 Prozent aller lebendgeborenen Kinder des Jahres 2014 nach einer Befruchtung außerhalb des Körpers geboren.*3 Verbildlicht bedeutet dies, dass in einer großen Schulklasse statisch gesehen ein Kind sitzt, dass sein Leben einer künstlichen Befruchtung verdankt.

Ursache für ausbleibende Schwangerschaft liegt bei Mann und Frau

Die Gründe für das Ausbleiben der so sehnlich erhofften Schwangerschaft können hierbei sowohl bei der Frau als auch beim Mann liegen. Wie die neuesten Zahlen des österreichischen IVF-Registers zeigen, liegen 54,5 Prozent der IVF-Fonds-tauglichen Indikation, also bezuschussten Behandlungen beim Mann, 31,1 Prozent bei Mann und Frau und 14,4 Prozent bei der Frau.*4 Insgesamt zeigen die Statistiken, dass in 40 bis 50 Prozent aller Fälle die Ursachen für Kinderlosigkeit beim Mann liegen.

Wahrscheinlichkeit einer Zwillingsschwangerschaft geht jährlich zurück

Viele Paare haben zu Beginn einer Kinderwunschbehandlung Zweifel daran, ob dies für sie der richtige Weg ist. Grund hierfür ist auch der damit verbundene Gedanke an eine Zwillingsschwangerschaft. Jedoch nimmt die Wahrscheinlichkeit für eine solche Zwillingsschwangerschaft, durch die durchschnittlich gesunkene Zahl an transferierten Embryonen, in den letzten Jahren immer weiter ab. Laut aktuellen Zahlen des DIR liegt die Anzahl im Durchschnitt bei genau 20 Prozent.*5

Das DIR rät Paaren, vor der jeweiligen Behandlung zu prüfen, wie viele Embryonen sie transferieren wollen. Abhängig davon ist auch die Wahrscheinlichkeit für Zwillinge.

DIR rät zu rechtzeitigen Wechsel vom Gynäkologen ins Kinderwunschzentrum, frühzeitigen Diagnostikbeginn und Durchhaltevermögen

Aufgrund des Zusammenhangs von Fruchtbarkeit und Alter rät das Deutsche-IVF-Register in seinem Jahrbuch Paaren, rechtzeitig von ihrem Gynäkologen in ein Kinderwunschzentrum zu wechseln und zumindest frühzeitig mit der Diagnostik zu beginnen. Kinderwunschpaaren, die sich bereits in einer Furchtbarkeitsbehandlung befinden, rät das DIR zu Durchhaltevermögen. Dieser Appell klingt natürlich leichter, als es den betroffenen Paaren in dieser Phase fällt. Für sie beginnt mit jedem Behandlungszyklus das Hoffen darauf, dass es diesmal mit dem ersehnten Wunschkind klappt.

Dieses Hoffen erfüllt sich pro Behandlungszyklus durchschnittlich bei jedem fünften Paar, denn laut aktuellen Zahlen liegt die Geburtenrate pro begonnenem Behandlungszyklus bei 20,5 Prozent.*6 Diese, auf einen Durchschnitt über alle Altersgrenzen hinweg basierende und alle Sonderfälle einbeziehende Wahrscheinlichkeit, verdeutlicht, dass Paare sich immer individuell zu ihrem Fall informieren und nicht zu früh aufgeben sollten.

Reden Sie mit Ihren Bezugspersonen offen über Ihre Zweifel und Sehnsüchte und schaffen Sie sich positive Leitbilder

Bleibt der Kinderwunsch doch über längere Zeit unerfüllt, dann schleichen sich Zweifel ein. Doch dies ist ein ganz natürlicher Prozess, der sich in allen Lebenslagen wiederfindet. Wichtig ist hier, viel mit dem Partner, der Familie oder den Freunden zu reden. Oftmals besteht das Problem, dass das Paar sich von seinen Freunden abkapselt und sich selbst zurückzieht. Dies macht es dem Freundeskreis schwer, die jeweilige Gefühlswelt nachzuvollziehen. Vertrauliche Gespräche können in dieser Phase helfen, die Sehnsüchte der jeweiligen Person zu.

Viele Paare berichten, dass sie gestärkt aus dieser Zeit hervor gegangen sind. Sie können ihr Glück, ob zu zweit oder als Familie besser wertschätzen. Sie haben tiefe Achtung vor dem Wunder Leben. Einige Kinderwunschpaare erzählen sogar, dass sie ihr Kinderglück derart wertschätzen, dass sie ihrer Einschätzung nach vorsichtiger mit ihren Kindern umgehen, als andere Eltern. 

*1 S. 10: Journal für Reproduktionsmedizin und Endokrinologie des DIR, Deutsches IVF Register

*2 Quelle: Kinderlose Frauen und Männer: Ungewollte und gewollte Kinderlosigkeit im Lebenslauf und Nutzung von Unterstützungsangeboten. https://www.informationsportal-kinderwunsch.de/fileadmin/templates/pdf/BMFSFJ-Kinderwunsch-kinderlose-Frauen-und-Maenner-Befragung.pdf

*3 S. 10: Journal für Reproduktionsmedizin und Endokrinologie des DIR, Deutsches IVF Register

*4 S. 7: IVF-Register Jahresbericht 2016 - Im Auftrag des beim Bundesministerium für Gesundheit und Frauen eingerichteten IVF-Fonds

*5 S. 19: Journal für Reproduktionsmedizin und Endokrinologie des DIR, Deutsches IVF Register

*6 S. 10: Journal für Reproduktionsmedizin und Endokrinologie des DIR, Deutsches IVF Register

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