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Insemination: Samenübertragung bei Kinderwunsch

25. Januar 2019


Die Insemination ist ein relativ einfaches medizinisches Verfahren, bei dem Samenzellen ohne weitere Vorbereitung in die Scheide oder nach der Aufbereitung des Ejakulates in die Gebärmutterhöhle (intrauterine Insemination) eingebracht werden.

Bei ärztlich unterstützten Inseminationsbehandlungen, wird in den meisten Fällen die Präparation der Samenzellen genutzt, um die gut beweglichen Spermien anzureichern. Das heißt: Die beweglichen Spermien werden von den unbeweglichen Samenzellen getrennt (sie werden selektiert) und konzentriert. Technisch passiert das durch eine (Dichtegradienten-)Zentrifugation. Fehlgeformte Spermien und kontraktionsauslösende Substanzen wie Prostaglandine werden dabei aus dem Ejakulat entfernt. Erst durch diese Vorbereitung des Ejakulates ist eine Übertragung des Spermienkonzentrats in die Gebärmutterhöhle schmerzfrei möglich.

Die Inseminationsbehandlung wird vor allem jüngeren Frauen (unter 35 Jahren) empfohlen, mit einer unklaren Ursache für das Ausbleiben der gewünschten Schwangerschaft (idiopathische Sterilität). In diesen Fällen finden sich bei beiden Partnern keine Hinweise auf Fruchtbarkeitsstörungen. Die Spermien bewegen sich lebhaft und sind in einer ausreichenden Anzahl vorhanden. Der Hormonstatus der Frau ist unauffällig, Eileiterverschlüsse sind nicht vorhanden.

Ein weiterer Grund zur Durchführung von Inseminationsbehandlungen, sind Störungen und Probleme der Ejakulatdeponierung in die Scheide. Hier können körperliche Ursachen wie zum Beispiel anatomische Besonderheiten der äußeren Geschlechtsorgane, aber auch psychisch bedingte Kohabitationsstörungen eine Rolle spielen.

Eine Inseminationsbehandlung ist auch bei einer leichten Einschränkung der Spermienqualität möglich. Idealerweise sollten mehr als 10 Millionen Samenzellen/Milliliter mit einer Geradeausbeweglichkeit von mehr als 30 Prozent im Ejakulat vorhanden sein. Für eine erfolgreiche Inseminationsbehandlung sollten mindestens mehr als 5 Millionen progressiv bewegliche Spermien nach der Aufbereitung des Ejakulates nachweisbar sein.

Da die Geburtenrate nach Inseminationsbehandlungen nur 8 bis 9 Prozent beträgt, sollte das Verfahren nur bei geeigneten Patienten durchgeführt werden. Patienten im Altern von über 40 Jahren, wird aufgrund der altersbedingt abnehmenden Schwangerschaftschance die Inseminationsbehandlung nicht mehr empfohlen. In vielen Fällen ist die Befruchtung von Eizellen außerhalb des Körpers mit der In-vitro-Fertilisation (IVF) oder der Intracytoplasmatischen Spermieninjektion (ICSI) die erfolgversprechendere Methode.

Die meisten Schwangerschaften treten bereits in den ersten 3 bis 4 Inseminationsbehandlungen ein. Die Zahl der Therapieversuche sollte deshalb begrenzt werden. Nach 4 erfolglosen Inseminationen sollte ein Methodenwechsel überlegt werden.

Neben der Übertragung der Spermien des Partners in die Gebärmutterhöhle (homologe Insemination), besteht auch die Möglichkeit einer Insemination mit Spendersamen (heterologe Insemination). Ein Grund kann die Zeugungsunfähigkeit des Partners oder ein hohes Risiko für die Entstehung einer schweren, genetisch bedingten Erkrankung bei den Kindern sein.

Prinzipiell ist auch die Übertragung von Spendersamen bei gleichgeschlechtlichen Paaren oder alleinstehenden Frauen denkbar. Eine aktive medizinische Unterstützung ist aber in solchen Fällen in Deutschland nur sehr begrenzt möglich.

Die Übertragung der vorbereiteten Samenzellen in die Gebärmutterhöhle sollte 24 bis 36 Stunden vor dem Eisprung durchgeführt werden. Bei Frauen mit einem stabilen Zyklus, kann auf eine hormonelle Unterstützung vor der Insemination verzichtet werden. Durch vaginale Ultraschalluntersuchungen und gegebenenfalls Hormonbestimmungen, kann ab dem 9. Zyklustag das Follikelwachstum beobachtet und damit der Termin für den Eisprung und die Insemination festgelegt werden. In vielen Fällen erhalten die Patienten zur Auslösung des Eisprungs eine einmalige Injektion des Hormons HCG oder GnRH-Analoga.

Eine weitere Möglichkeit ist die Insemination nach hormoneller Stimulation. Notwendig ist eine hormonelle Unterstützung der Follikelreifung bei allen Frauen mit einer Ovarialinsuffizienz. Die Stimulation der Follikelentwicklung kann mit Clomifentabletten oder mit der täglichen Injektion des follikelstimulierenden Hormons (FSH) erfolgen. Stimulationsbehandlungen können zum Wachstum mehrerer Follikel führen. Im Vergleich zur Behandlung im natürlichen Zyklus, treten dadurch häufiger Mehrlingsschwangerschaften auf. Entwickeln sich mehr als 3 Follikel, muss der Behandlungszyklus abgebrochen werden. Das Risiko der Entstehung höhergradiger Mehrlinge ist zu groß. Die notwenigen Ultraschall- und Hormonuntersuchungen werden in der Regel zwischen den 9 bis 12. Zyklustag durchgeführt. Die Auslösung des Eisprungs erfolgt wie im natürlichen Zyklus.

Am Tag des Eisprungs werden die beweglichen Spermien aus dem Ejakulat isoliert, angereichert und mit einem flexiblen Kunststoffkatheter in die Gebärmutterhöhle eingespritzt. Die Insemination selbst ist schmerzfrei und dauert nur wenige Minuten. Anschließend kann die Patientin die Praxis ohne weitere Einschränkungen oder längere Liegedauer verlassen.


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