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Elternglück durch moderne Kühltechnik

17. Dezember 2018


Elternglück durch moderne Kühltechnik

Vor ziemlich genau einem Jahr wurde der Traum von Tina und Benjamin Gibson Realität. Ihre Tochter Emma Wren wurde am 25. November 2017 im US Bundesstaat Tennessee geboren. Da die beiden auf natürlichem Weg keine Kinder bekommen können, entschieden sie sich dazu, einen kryokonservierten Spenderembryo zu adoptieren. Ein Szenario, das hierzulande aus rechtlichen Gründen nicht möglich wäre. Was die beiden erst später erfuhren: Der Embryo hatte 24 Jahre im Kälteschlaf geschlummert, nachdem er 1992 anonym gespendet worden war. Bei Geburt war Emma also biologisch gesehen lediglich ein Jahr jünger als ihre 25 jährige Mutter Tina.1 Doch auch in der VivaNeo Gruppe gab es schon ganz besondere Erfolge dank der Kryotechnik. Im März 2002 bekam ein von uns betreutes Paar ihre erste kleine Tochter im Rahmen einer Kinderwunschbehandlung. Aufgrund der erfolgreichen Schwangerschaft verblieb eine befruchtete Eizelle im Kälteschlaf. Jahre später wünschte sich die Familie ein zweites Kind. Die Eizelle wurde aufgetaut, als Embryo in die Gebärmutter übertragen und die Frau wurde schwanger. Und so wurde im Juli 2012 ein zweites Mädchen geboren – über zehn Jahre nach ihrer Schwester aus demselben Zyklus.2

Was versteht man unter Kryokonservierung?

Fälle wie diese machen eines deutlich: Die Methode der Kryokonservierung (kryo = altgriechisch für Kälte) hat sich bewährt. Bereits Anfang der 1990er Jahre beherrschten Ärzte und Biologen sie so gut, dass ein Vierteljahrhundert später gesunde Babys geboren werden, die viele Jahre zuvor gezeugt wurden. Von Kryokonservierung spricht man, wenn Zellen oder Gewebe mittels flüssigem Stickstoff auf – 196 °C heruntergekühlt und anschließend aufbewahrt werden. Um zu verhindern, dass die Zellen durch den Kühlvorgang Schaden nehmen, werden sie vorher mit schützenden Substanzen behandelt. Sie sollen verhindern, dass sich Eiskristalle im Zellinneren bilden und die Zelle zum Platzen bringen. Durch diesen Vorgang bleiben die Zellen über lange Zeiträume funktionsfähig. Jahre später können wir sie dann wieder auftauen und weiterkultivieren. Im Rahmen einer Kinderwunschbehandlung  werden befruchtete Eizellen in die Gebärmutter einer Patientin eingesetzt. Wir sprechen dann von einem Kryotransfer. Generell können in der Reproduktionsmedizin unbefruchtete und befruchtete Eizellen im Vorkernstadium, sowie Embryonen, Spermien, Hoden- und Eierstockgewebe – ja sogar ganze Eierstöcke – kryokonserviert werden.3 

Wann kommt eine Kryokonservierung infrage?

In Deutschland dürfen Embryonen, dem Embryonenschutzgesetz entsprechend, nur in Notfällen eingefroren werden. Zum Beispiel, wenn ein Embryo während einer Kinderwunschbehandlung aus akuten gesundheitlichen Gründen nicht wie geplant eingesetzt werden kann. Rechtlich unbedenklich ist das Einfrieren befruchteter Eizellen im Vorkernstadium – also dem Zeitpunkt kurz bevor mütterliches und väterliches Erbgut verschmelzen. Diese Variante wird im Rahmen der Kinderwunschbehandlung regelmäßig eingesetzt. Auch unbefruchtete Eizellen können kryokonserviert werden. Dies wird zum Beispiel beim Social Freezing gemacht, wenn die Familienplanung auf einen späteren Zeitpunkt im Leben verschoben werden soll oder muss.
Aufgrund landesspezifischer rechtlicher Unterschiede könne einige Behandlung nicht in jedem Land angeboten werden.
Ein Vorteil der Kryokonservierung ist, dass sie der Patientin eine erneute Hormonbehandlung und Eizellentnahme ersparen kann. Spermien oder Hodengewebe werden kryokonserviert, wenn etwa durch eine Erkrankung die männliche Fortpflanzungsfähigkeit bedroht wird. Natürlich werden auch für eine IVF oder ICSI Spermien benötigt. Um dann jederzeit handlungsbereit zu sein, legen wir ein Depot aus kryokonserviertem Sperma an.3 Ob eine Kryokonservierung sinnvoll ist, hängt von den individuellen Umständen einer ungewollten Kinderlosigkeit ab. Das Einfrieren ist keine Behandlungsform an sich, sondern eine Methode, die es uns erlaubt, Keimzellen und Gewebe aufzubewahren, damit sie später verfügbar sind. Viele Faktoren müssen abgewogen und berücksichtigt werden, um die für Sie optimale Behandlung auszuwählen. Zögern Sie daher nicht uns anzusprechen. Wir beraten Sie vertrauensvoll und professionell.   

Quellen

  1. https://edition.cnn.com/2017/12/19/health/snowbaby-oldest-embryo-bn/index.html Hum Reprod Update. 2002 Mar-Apr;8(2):141-54.
  2. Arch Gynecol Obstet (2014) 289:227–228
  3. Kinderwunschbehandlung in der gynäkologischen Praxis (Thieme, 1. Aufl.)

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