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Die geeignete Ernährung für eine Schwangerschaft - Diese Lebensmittel fördern Ihre Furchtbarkeit

02. August 2017


Interview mit Ernährungsberaterin Natalie Stadelmann über die richtige Ernährung vor und während einer Schwangerschaft

                                        

Frau Stadelmann, Sie haben mehrere Bücher über eine geeignete Ernährung während der Schwangerschaft sowie der Ernährung von Kleinkindern geschrieben und beraten Paare in Ernährungsfragen, bei denen es leider nicht mit dem „Schwanger werden“ klappt. Wieso haben Sie sich diesem Thema verschrieben?

Schon früh war ich sehr daran interessiert, die Zusammenhänge zwischen Ernährung und Fruchtbarkeit aber auch von Ernährung und Entwicklung von Babys zu verstehen. Wir haben uns dazu oft auch innerhalb der Familie ausgetauscht. Es ist sozusagen unser Familienthema. Als Schwiegertochter der berühmten Hebamme Ingeborg Stadelmann und als Fach-PTA für Ernährung war ich dann auch beruflich stark mit der Ernährungsberatung verbunden. Dies wurde durch die Geburt meiner eigenen Kinder verstärkt. Vor und während meiner eigenen Schwangerschaften habe ich gemerkt, dass die Theorie auch schnell verunsichern kann. Deshalb habe ich mich dazu entschieden, meine Erfahrungen mit anderen zu teilen. 

Um welche Erfahrungen während der Schwangerschaft handelt es sich?

Insbesondere zu Beginn meiner ersten Schwangerschaft war ich häufig verunsichert. Es gibt viele Ratschläge und Tipps, welche Nährstoffe man vor und während der Schwangerschaft in besonderem Maße zu sich nehmen sollte und welche Lebensmittel zu vermeiden sind. Da jedoch jeder Fall individuell zu betrachten ist, habe ich mich intensiver in das Thema eingelesen, aber auch eigene Erfahrungen gesammelt. Während meiner nachfolgenden Schwangerschaften war ich mir dann viel sicherer und habe die Vielfältigkeit der Thematik kennen gelernt.

Junge Leute nehmen oft zu viel Koffein zu sich

Seit über 10 Jahren sind Sie nun auf dem Gebiet der Ernährungsberatung tätig, wie genau gehen Sie vor?

Es gibt verschiedene Wege, die eigene Fruchtbarkeit durch passgenaue Nahrungsaufnahme zu verbessern. Hierbei ist individuelle Beratung sehr wichtig, da jeder Fall unterschiedlich gelagert ist. Zu Beginn lasse ich Paare oft Ernährungsberichte erstellen, in denen sie ihre alltäglichen Essgewohnheiten festhalten. Dabei ist auffällig, dass insbesondere junge Menschen sich oft nicht ausreichend mit dem Thema Ernährung beschäftigen. Beispielsweise nehmen sie zu viel Koffein auf, oder haben eine Unterversorgung mit Jod. Ich untersuche dann auch, ob genug Provitamin A, Vitamin E, Folsäure oder Vitamin C aufgenommen wird. Aber auch Vitamin D ist ganz wichtig für unseren Körper. Denn viele Mikronährstoffe haben Einfluss auf die Fertilität.

Die Pille gilt als Folsäureräuber

Auf welche Nahrungsmittel sollten Paare mit Kinderwunsch konkret verzichten und welche Ratschläge geben Sie am häufigsten?

Gepökeltes Fleisch und Wurst ist etwas, auf das Paare mit Kinderwunsch verzichten sollten. Denn es kann unter anderem erhöhte Konzentrationen von Nitrit enthalten. Auch andere Nahrungsmittel enthalten negative Vitalstoffe, jedoch muss jeder Fall einzeln betrachtet werden. Haben beispielsweise Frauen jahrelang die Pille eingenommen haben, sollten sie auf jeden Fall angepasste Mengen an Folsäure zu sich nehmen. Denn die Pille gilt als Folsäureräuber.


Essen sie lieber Bio-Seeforellen als langlebige Raubfische

Welche Nahrungsmittel empfehlen Sie kinderlosen Paaren, um Ihre Fruchtbarkeit zu steigern?

Omega-3-Fettsäuren sind sehr wichtig für die Fertilität. Sie sind in hochwertigen Ölen, in Nüssen oder auch in fettem Fisch enthalten. Insbesondere in Meeresfisch ist zudem viel Jod enthalten. Dabei sind langlebige Raubfische zu vermeiden, da sie im Laufe der Zeit viele Schwermetale aufnehmen. So sollten Paare beispielsweise auf Tunfisch verzichten und lieber Forellen oder Zuchtlachs in Bioqualität zu sich nehmen. Denn wir wissen, dass viele Schadstoffe die Furchtbarkeit einschränken. Jedoch ist jeder Fall individuell zu betrachten, da dies sehr abhängig vom jeweiligen Lebensstil ist. Generell lässt sich jedoch sagen: Wenn ich etwas esse, aus dem neues Leben hervorgeht, dann habe ich einen Großteil von dem, was ich für die Schaffung von Leben selbst brauche. Also alle wichtigen Nährstoffe, aus denen Leben entstehen kann.


Antioxidantien sind für Spermienqualität wichtig

Häufig zielen Tipps auf die Steigerung der weiblichen Fruchtbarkeit, worauf sollten ihrer Meinung nach explizit Männer achten, um ihre Fruchtbarkeit zu steigern?

Für Männer ist die Bedeutung von Antioxidantien hervorzuheben. Diese sind wichtig für die Spermienqualität. Insgesamt ist eine ausgewogene Ernährung zu empfehlen, wobei „ausgewogen“ viele Spielräume lässt. Ein guter Ratschlag ist, 5 Portionen verschiedener Obst- und Gemüsesorten am Tag zu verzehren. Kaufen sie hierbei am besten Bio-Qualität ein, da jene Produkte im Durchschnitt weniger schadstoffbelastet sind, häufig eine geringere Nitratkonzentration aufweisen und nachweisbar mehr sekundäre Pflanzenstoffe enthalten.

Oft ist vom gesellschaftlichen Jod-Mangel die Rede, sollten Paare mit Kinderwunsch generell und für eine Schwangerschaft im spezifischen mehr Jod zu sich nehmen?

Das kann man nicht so einfach beantworten. Denn ich berate auch Menschen, die an einer Schilddrüsendysfunktion leiden und für die zusätzliches Jod schlecht wäre. Diese Dysfunktionen führen sogar manchmal eben dazu, dass der Kinderwunsch für den Moment unerfüllt bleibt. Oftmals ist dies den Betroffen jedoch gar nicht klar.

Gibt es Diät-Programme, von denen Sie abraten würden?

Diäten sind sehr individuell zu beurteilen, jedoch können sie durchaus sinnvoll sein. So kann Übergewicht ein Hindernis für einen Kinderwunsch sein. Die bewusste Abnahme sollte daher begleitet, und die freiwerdenden Schadstoffe, welche im Fettgewebe eingelagert waren, ausgeleitet werden. Auch beobachte ich bei Übergewichtigen oft das sogenannte PCO-Syndrom (a.Red. Polyzystisches Ovarialsyndrom), eine hormonelle Störung, die Zyklusstörungen hervorruft und die Betroffenen so unfruchtbar macht.
Aber auch Frauen mit einem BMI unter 17 oder 18 haben geringere Schwangerschaftschancen. Sie müssen bewusst zunehmen um auf einen Body-Mass-Index von 20 bis 22 zu kommen. Hierbei ist es wichtig, bewusst und langsam zuzunehmen. Dabei helfen vor allem Nüsse und Samen, die nährstoffreich sind. Auf eine rein erhöhte Kalorienzunahme sollte jedoch verzichtet werden. Viel wichtiger ist es, durch bewussten und sinnvollen Konsum hochwertige Nährstoffe zu sich zu nehmen. 


Mein Geheimtipp – Beeren, Nüsse und Trockenfrüchte

Können Sie uns einen Geheimtipp für Paare verraten, die Schwanger werden wollen?

Beeren sind absolute Powerpakete, sie enthalten eine Menge Folsäure, Eisen, Vitamin C und Antioxidantien! Daneben rate ich gerne zu einer Variation des klassischen „Studentenfutters“. Beispielsweise getrocknete Datteln, geröstete Haferflocken und gemahlene Nüsse, ein wenig Gerstenmalzextrakt als Bindemittel, diese zu mundgerechten Fruchtbarkeitskugeln gerollt und in Sesamsamen gewälzt, so ergibt sich ein schmackhafter und hochwertiger Snack. Denn natürlich müssen der Geschmack und die Freude immer dabei sein.

Tipp: Nüsse, Pflanzensamen oder Eier – Lebensmittel, aus denen Leben entsteht, fördern Ihre Furchtbarkeit 

Vita von Natalie Stadelmann
Pharmazeutisch-technische Assistentin (PTA) mit Weiterbildung zur Fach-PTA für Ernährung, Ernährungs- und Diätberaterin; Referentin im Bereich Ernährung mit Schwerpunkt Schwangerschaft, Stillzeit und Beikost, Autorin der Bücher „Ernährung für dich & mich“, „Babybrei“, „Baby isst mit“, Babyernährung bei Allergien und Unverträglichkeiten und Lieblingsessen. Erfahren Sie mehr zu Frau Stadelmann hier

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