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Kinderwunsch und die psychische Beeinträchtigung

25. Januar 2019


Sie stellt immer für beide Partner eine außergewöhnliche psychische Belastung dar. Paare mit einem unerfüllten Kinderwunsch haben keine einheitlichen psychosozialen Merkmale. Es handelt sich immer um eine Individualtherapie, medizinisch und psychologisch. Beide Partner befinden sich in einer Ausnahmesituation, mit der sie nicht primär gerechnet haben. Wenn etwas nicht gelingt, das scheinbar jedem gelingt und es sich noch dazu um eine lebensentscheidende Aufgabe handelt, kommen starke Verunsicherung, Selbstwertkrisen und Panikgefühle auf. Den essentiellen biologischen Auftrag „seid fruchtbar und mehret euch“ nicht erfüllen zu können, erscheint als nicht normal. Der unerfüllte Kinderwunsch wird zur Lebenskrise.

Daher bedarf es einer vertrauensvollen Arzt-Patienten-Beziehung, um die psychisch und physisch mit vielen Strapazen und stark angstbesetzte Therapie zu einem zumindest erträglichen, besser gelungenen Abschluss zu bringen.
Das Paar erhofft sich Hilfe nicht nur bzgl. der Erfüllung des eigentlichen Wunsches, sondern auch bzgl. des unterschwellig bestehenden Paarkonfliktes (Schuld) und des Selbstwertdefizites (Wertlosigkeit). Eine Herausforderung für alle Beteiligten.

Ein Paar, das ein Kinderwunschzentrum betritt hat in der Regel die konservativen Therapiemöglichkeiten bereits ausgeschöpft im Sinne einer ca. einjährigen Zyklusoptimierung mit kontrollierter Kohabitation zum Ovulationstermin. Ein nachlassender Enthusiasmus auf beiden Seiten mit Zeichen der psychovegetativen Erschöpfung seitens der Frau (Unterbauchbeschwerden, Migräne) und Erektionsstörungen seitens des Mannes sind häufig die Folgen. Leider gibt es noch keine systematischen Studien, die die Auswirkungen dieser Symptome auf Eizellqualität und Spermienproduktion zeigen. Ebenso wird der Einfluss von psychischem Stress auf die In/Fertilität kontrovers diskutiert.

Im Kinderwunschzentrum angekommen erfolgt eine ausführliche Diagnostik. Dabei geht es nicht nur um die hormonale Situation beider Personen, das Spermiogramm, die Infektionslage und -risiken, eine mögliche mechanische Ursache der ungewollten Kinderlosigkeit, genetische und immunologische Störungen, sondern auch um psychische Belastungen, Ereignisse der individuellen Lebensführung inkl. sexueller Gewohnheiten und Vorlieben, Ernährung, Genussmittelkonsum, beruflichen und familiären Stress etc. Offenheit im Gespräch auch bei schambesetzten Themen ist dabei eine Grundvoraussetzung der Diagnostik.

Das Paar wird geflutet mit angstbesetzten Ereignissen und in einem zweiten Gespräch mit Ergebnissen, die unter Umständen als Konsequenz Maßnahmen induzieren, die primär nicht gewünscht waren. Die mühsam bewahrte psychische Stabilität wird erschüttert. In diesem Fall wäre das Angebot weiterer aufklärender und stützender Gespräche ggf. auch der Einzelpersonen wünschenswert.

Leider werden in der Mehrzahl der Fälle die angeregten Veränderungen z.B. Gewichtsreduktion, Einstellen des Nikotinkonsums, aber auch eine sinnvolle Freizeitgestaltung und der Abbau von beruflichem Stress nicht akzeptiert, geschweige denn umgesetzt. Als Grund wird der Faktor Zeit „es muss jetzt endlich schnell gehen damit etwas passiert“ angeführt.

Bei ca. achtzig Prozent der Paare ist die „künstliche Befruchtung“ die Methode der Wahl und dabei kommt überwiegend das ICSI Verfahren zur Anwendung. Für eine Aufarbeitung der männlichen Schuldgefühle, Versagensängste, Selbstwertprobleme und die daraus resultierenden Paarprobleme bleibt wenig Raum.

Ist die Kinderwunschbehandlung innerhalb von drei Versuchen geglückt und eine Schwangerschaft gelungen, treten Ängste und Konflikte erfreulicherweise schnell in den Hintergrund War die Therapie nicht erfolgreich verstärken sich die Ängste und die Suche nach Alternativen nimmt zu. Leider wird trotz gestiegener psychischer Belastung selten psychotherapeutische Hilfe in Anspruch genommen, obwohl diese einen wichtigen Beitrag zur seelischen Stabilität leisten könnte. Der Grund ist immer noch eine gesellschaftliche Stigmatisierung auf diesem Gebiet. Stattdessen wird „Dr. Google“ konsultiert, teilweise mit fatalen Ergebnissen. Hektik führt zur Fehleinschätzung der eigenen psychischen Stärke. Es kommen Kompromisslösungen ins Spiel, die vorher eine untergeordnete Bedeutung hatten. Obwohl es zu einem eigenen gesunden Kind keine Alternative gibt.

Dann ist es nicht nur Zeit für eine Krisenintervention, sondern auch für eine ausführliche und distanzierte Aufarbeitung der gewonnenen Erfahrungen, der Ressourcen und des wirklich individuell Wichtigen und Zumutbaren.

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