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Doppelte Strafe für Paare, die keine Kinder bekommen können Kinderwunschzentrum Ärzte befürchten Stigmatisierung

22. Februar 2012


Artikel von Katja Rietze
WIESBADEN. Eine doppelte Bestrafung für alle Paare, die ungewollt kinderlos bleiben. So nennt Dr. Thomas Hahn den Vorschlag der Jungen Gruppe der Unionspolitiker, nach dem Kinderlose eine Solidaritätsabgabe zahlen sollen. Hahn ist einer der Leiter des Kinderwunschzentrums Wiesbaden.
"Das ist eine grobe Ungerechtigkeit und trägt weiter zur Stigmatisierung von Paaren ohne Kinder bei", sagt er im Gespräch mit dieser Zeitung.
Deutschlandweit seien etwa 15 Prozent aller Paare ungewollt kinderlos. Wie viele Paare er und seine Kollegen im Zentrum in der Mainzer Straße behandeln, sei Betriebsgeheimnis. "Diese Paare leiden nicht nur darunter, dass sie keine Kinder bekommen können, seit 2004 werden sie auch von den Krankenkassen weitgehend allein gelassen", weiß Hahn. Seitdem übernehmen Krankenkassen für die In-vitro-Fertilisation - die aufwendigste Behandlung - nur noch die Hälfte aller Kosten für drei Behandlungszyklen. Zuvor haben sie vier Zyklen voll bezahlt.
Bis zu 1500 Euro Eigenbeteiligung pro Zyklus können dadurch auf die Paare zukommen. "Eine enorme finanzielle Belastung", weiß Hahn. Seit 2004 sei die Zahl der Paare, die sich behandeln lassen, um etwa 50 Prozent zurückgegangen. „Dadurch sind in Deutschland pro Jahr 10 000 Kinder weniger zur Welt gekommen“, schätzt Hahn.
Finanzielle Unterstützung
Wie viele Behandlungszyklen notwendig sind, sei von Paar zu Paar unterschiedlich und hänge vom Krankheitsbild ab. „Bei jungen Leuten geht es oft schneller, die haben aber häufig nicht das Geld für die Behandlung“, sagt der Gynäkologe. Bei älteren Paaren, die das Geld leichter aufbringen können, sei die Behandlung meist aufwendiger.
Hahn hofft, dass sich Bund und Länder auf ein Modell einigen, um die Paare finanziell bei der Behandlung zu unterstützen. Das mache viel mehr Sinn als die Bestrafung durch die Abgabe. Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) habe ein entsprechendes Konzept in der Schublade. In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen beispielsweise können Paare Gelder für die Behandlung beantragen. „Reproduktionsmedizin kann den Bevölkerungsrückgang zwar nicht umkehren, wohl aber halbieren“, ist Hahn überzeugt.
Dass die jungen Unionspolitiker auf die Idee der Kinderlosen-Abgabe gekommen sind, kann der Arzt nachvollziehen. Der Vorschlag sei nur nicht zu Ende gedacht. „Es geht eben nicht nur um das klischeehafte junge Paar mit doppeltem Einkommen, das keine Kinder will, und es dafür ständig krachen lässt.“

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