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Optionen der Kryokonservierung im VivaNeo Kinderwunschzentrum Berlin

Die Kryokonservierung ist ein spezielles Verfahren, durch das man Zellen und Gewebe über lange Zeiträume für eine spätere Verwendung aufbewahren kann. Dabei werden diese bei minus 196 Grad Celsius in flüssigem Stickstoff eingefroren und gelagert. Der Name dieses Verfahrens geht auf das altgriechische Wort "kryos" (Kälte) zurück.

Was kann für den späteren Kryotransfer in Berlin eingelagert werden?

Auch in der Fertilitätsbehandlung ist die Kryokonservierung eine gängige Methode. Einfrieren kann man in Deutschland (länderspezifisch) folgende Gewebearten:

  • Spermien

Im Rahmen einer Sterilitätsbehandlung können die längere Abwesenheit des Partners, eine Erkrankung oder aber auch Schwierigkeit des Mannes auf Verlangen Sperma abzugeben (psychische Impotenz) die Kryokonservierung von Sperma notwendig machen.

  • Hodengewebe

Hodengewebe, das durch eine Biopsie gewonnen wird (siehe TESE), kann für die spätere Spermiengewinnung kryokonserviert werden. Das operativ entnommene Hodengewebe erlaubt dann einen zeitlich unabhängigen Ablauf einer hormonellen Stimulation der Eierstöcke bei der Frau. Es können sofort mehrere Bioptate einzeln eingefroren werden, um Material für mehrere ICSI-Versuche zu haben.

  • Unbefruchtete Eizellen

Bei unbefruchteten Eizellen besteht immer noch ein relativ hohes Risiko, dass diese während des Kryokonservierungsvorganges Schaden nehmen können. Die Erklärung besteht darin, dass sie wegen ihres höheren Wasseranteils (verglichen mit befruchteten Eizellen) eine sehr viel höhere Empfindlichkeit gegenüber dem Einfrierprozess aufweisen. So können sich während des Einfrierprozesses Wasserkristalle bilden und Schäden an der unbefruchteten

Eizellen verursachen. Trotzdem sind die eigefrorenen unbefruchteten Eizellen ein wertvolles Eizellendepot für die Zukunft.

  • Befruchtete Eizellen im Vorkernstadium

Mit speziellen Kryokonservierungsverfahren mit einem membranschützenden Medium, dem Kryoprotektivum, und mit Hilfe computergestützter Temperaturprogramme werden diese befruchteten Eizellen in einen Zustand versetzt, in dem sie über Jahre ohne Beeinträchtigung ihrer Lebensfähigkeit gelagert und dann bei Bedarf aufgetaut werden können.

  • Embryonen

In Deutschland dürfen Embryonen (laut Embryonenschutzgesetz) nur noch in Ausnahmefällen eingefroren werden.

  • Eierstockgewebe

Dank modernster Kryopräparationstechniken ist das schonende Einfrieren des Gewebes ohne Beeinträchtigung der Physiologie der Zellen heute möglich. Aufgetautes intaktes Eierstockgewebe kann auch nach mehreren Jahren Kryokonservierung wieder eingepflanzt werden (Autotransplantation). Weiterhin besteht die Möglichkeit, die vor dem Einfrieren im Eierstockgewebe herangereiften Eizellen nach dem Auftauen zu entnehmen und für eine künstliche Befruchtung zu verwenden.

„Kryo“ im Kontext der Sterilitätsbehandlung – wann ist eine Kryokonservierung sinnvoll?

  1. Bei künstlicher / assistierter Befruchtung
    Es ist oft sinnvoll, befruchtete Eizellen im Pronukleusstadium einzufrieren und für eine spätere intrazytoplasmatischen Spermieninjektion (ICSI) oder eine In-vitro-Fertilisation (IVF) zu konservieren.
    Bei Bedarf können diese Eizellen nach einer Eizellreifung weiterkultiviert und eingesetzt werden – etwa, wenn sich das Elternpaar noch ein weiteres Kind wünscht. Diesen Vorgang bezeichnet man auch als Kryotransfer. Der Vorteil der Kryokonservierung ist hier, dass sich die Frau keiner erneuten Hormonbehandlung und Eizellentnahme (Follikelpunktion) unterziehen muss.
  2. Zur Bewahrung von Gewebe vor Therapie schwerer Krankheiten
    Bei einigen schweren Erkrankungen besteht die Gefahr, durch Therapie dieser Erkrankung unfruchtbar zu werden. Das kann zum Beispiel bei der Krebstherapie durch Chemotherapie, Bestrahlung oder Operation der Fall sein. Wer sich Kinder wünscht, kann nach genauer ärztlicher Beratung und Einschätzung des Risikos für einen Fertilitätsverlust Vorsorge treffen und rechtzeitig vor der  Kinderwunschtherapie Spermien oder Hodengewebe, Eizellen oder Eierstockgewebe kryokonservieren lassen.

  3. Für einen besseren Zeitpunkt – bei Social Freezing
    Manche jungen Frauen wünschen sich zwar ein Kind, sie können oder möchten aber aus persönlichen Gründen in ihrer derzeitigen Lebensphase noch keines bekommen. Dies kann etwa der Fall sein, wenn die eigene Karriere dagegen spricht oder wenn noch der passende Partner fehlt. Diese Frauen können sich in Deutschland ihre Eizellen einfrieren lassen und zu einem für sie passenden Zeitpunkt darauf die Kryokonservierung zurückgreifen.

Wie ist in der VivaNeo Kinderwunschklinik Berlin der Ablauf beim Kryotransfer?

Sobald das Paar den Wunsch hat, eine eingefrorene, befruchtete Eizelle für eine Schwangerschaft zu verwenden, kann diese weiter kultiviert und in die Gebärmutter (den Uterus) der Frau übertragen werden, man spricht dann vom Kryotransfer. Unbefruchtete Eizellen, die eingefroren waren, werden zunächst mittels ICSI befruchtet und erst dann eingesetzt.

Der Kryotransfer kann bei optimalen Zyklusverhältnissen ohne eine hormonelle Unterstützung durchgeführt werden. Ihr VivaNeo-Expertenteam in Berlin kann aber auch den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut durch Östrogene unterstützen, um diese optimal auf die Einnistung der Eizelle vorzubereiten. Die Dicke der Gebärmutterschleimhaut kann der Arzt mittels Ultraschall ausmessen. Ist sie dick genug, wird durch Gabe von Gelbkörperhormon (Progesteron) ein Eisprung simuliert. Dann verändert sich die Struktur der Schleimhaut und sie ist zur Aufnahme von Embryonen bereit. Und schließlich kommt auch noch die hormonelle Stimulation mit Clomifen oder FSH zur Unterstützung der Follikelreifung vor dem Embryotransfer in Frage. Der Arzt setzt dann den Embryo mit einem weichen Katheter in die Gebärmutter ein.

Welche Risiken können bei der Kryokonservierung auftreten?

Die Kryokonservierung wird seit vielen Jahren angewandt, und die meisten Studien zeigen keine Nachteile auf das Gewebe. Eine individuelle Beratung ist jedoch immer Teil der Behandlung in Ihrem Kinderwunschzentrum Berlin.

Was zahlen die Krankenkassen?

Die Krankenkassen in Deutschland kommen im Regelfall nicht für die Kosten einer Kryokonservierung auf – auch dann nicht, wenn diese wegen der Behandlung einer schweren Erkrankung vorgenommen wird, um die Fruchtbarkeit zu bewahren.

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