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Hormonelle Störungen

Das hormonelle Gleichgewicht als Fruchtbarkeitsfaktor

Als Folge hormoneller Störungen kann es zu einer unzureichenden Follikelentwicklung, einem ausbleibenden Eisprung oder zu einer insuffizienten Gelbkörperphase (2. Zyklushälfte) kommen. Die Ursachen sind sehr vielfältig. Häufig liegt eine zentrale Regulationsstörung (Hypothalamisch-Hypophysäre Dysfunktion) vor. Die Ausschüttung des Follikel-Stimulierenden-Hormons (FSH) und des Luteinisierenden-Hormons (LH) aus der Hirnanhangdrüse (Hypophyse) ist verändert. Die reguläre Freisetzung beider Hormone ist aber eine wesentliche Voraussetzung für die Follikelentwicklung und die Ovulation im Eierstock. Ohne Eisprung keine Schwangerschaft. Auslöser für solche zentralen Regulationsstörungen kann unter anderem Stress sein.

Eine andere, häufige Ursache ist die Überproduktion männlicher Geschlechtshormone bei der Frau (Hyperandrogenämie). Schon leichte Erhöhungen des Testosteron-Spiegels können einen negativen Einfluss auf das Follikelwachstum und den Eisprung haben. Darüber hinaus kann es zu sekundären Veränderungen mit Akne oder Haarausfall kommen. Männliche Hormone werden bei der Frau vor allem im Eierstock und den Nebennieren gebildet. 

Das PCO-Syndrom – häufige Ursache für Fruchtbarkeitsstörungen

Eine Sonderform der Hyperandrogenämie ist das Polyzystische-Ovar-Syndrom (PCOS). Oft erkennt man bei der vaginalen Ultraschalluntersuchung deutlich mehr Follikel im Eierstock, als üblicher Weise zu erwarten wären (>12). Die Follikel können dicht gedrängt (perlschnurartig) unter der Oberfläche des Eierstockes dargestellt werden. Diese kleinen Follikel produzieren übermäßig viel männliche Hormone.

Bei einem Teil der PCO-Patientinnen besteht zusätzlich eine sogenannte Insulinresistenz. Bei diesen Frauen wird in der Bauchspeicheldrüse zu viel Insulin produziert. Insulin wirkt aber selbst wie ein männliches Hormon und regt dazu im Eierstock die weitere Bildung von Testosteron an. Häufig sind betroffene Frauen übergewichtig. Die erste Therapieempfehlung ist dann eine Veränderung des Lebensstils herbeizuführen. Im Vordergrund soll eine gesunde, kalorienreduzierte Ernährung und ausreichend körperliche Aktivität stehen.

Weitere hormonelle Ursachen für das Ausbleiben einer Schwangerschaft

Eine andere Hormonstörung ist die Überproduktion des Hormons Prolaktin (Hyperprolaktinämie). Bei betroffenen Frauen wird in der Hirnanhangdrüse zu viel Prolaktin gebildet, das die Freisetzung der Hormone FSH und LH beeinflusst und damit zu Zyklusstörungen führen kann. Ursache der Hyperprolaktinämie können unter anderem Stress, die Einnahme von Medikamenten (Antidepressiva, Östrogene) oder Prolaktin-sezernierende Tumore sein. Eine Behandlung mit „Prolaktinhemmern“ ist nur notwendig, wenn klinisch Folgen der vermehrten Prolaktinbildung vorhanden sind. Bei Kinderwunschpatienten betrifft das Zyklusanomalien mit ausbleibender Menstruation und Eisprungstörungen.

Schilddrüsenunter- oder -überfunktionen können ebenfalls zu Veränderungen der Eierstockaktivität führen. Sie werden gemeinsam mit dem Facharzt für Innere Medizin behandelt. Bei einer effektiven medikamentösen Einstellung der Schilddrüse kann sich die Follikelreifung verbessern und die Schwangerschaftswahrscheinlichkeit steigt. Wichtig ist eine normale Schilddrüsenfunktion auch zur Vermeidung von Fehlgeburten. 

Weitere hormonelle Ursachen für das Ausbleiben einer Schwangerschaft

Viele Hormonstörungen treten wechselwirksam auf. So geht eine Schilddrüsenunterfunktion meist mit erhöhten Prolaktinwerten einher und das PCO-Syndrom mit erhöhten Androgenwerten. Unsere Spezialisten beraten Sie im Rahmen einer Hormonuntersuchung umfassend zu den Ursachen und Symptomen. 

  • Hypophysenstörung/GnRH-Störung: Die Hirnanhangdrüse (Hypophyse) steuert die Produktion der weiblichen Sexualhormone FSH und LH. Ist die Funktion der Hypophyse oder die Produktion des Botenstoffs GnRH im Hypothalamus gestört, kann dies die Eizellenreifung beeinträchtigen.
  • Gelbkörperschwäche: Produziert der nach dem Eisprung entstehende Gelbkörper zu wenig Gelbkörperhormon (Progesteron), erschwert das die Einnistung einer Eizelle in der Gebärmutter und das Risiko für einen frühen Schwangerschaftsabbruch steigt.
  • Erhöhtes Prolaktin: Das Hormon Prolaktin wird eigentlich während der Stillzeit ausgeschüttet und hemmt die Produktion von FSH und LH, sodass nur selten ein Eisprung stattfindet. Bei Nicht-Stillenden wird die verstärkte Prolaktinproduktion durch eine Störung der Hypophyse ausgelöst.
  • Schilddrüsenunterfunktion: Produziert die Schilddrüse zu wenig jodhaltige Schilddrüsenhormone, löst das im Zwischenhirn (Hypothalamus) eine verstärkte Ausschüttung des schilddrüsenstimulierenden Hormons TRH aus. TRH stimuliert auch die Prolaktinproduktion, sodass der Eisprung durch den erhöhten Prolaktinspiegel ausbleiben kann.
  • Vorzeitige Menopause (POF, Premature ovarian failure): Wenn die Eierstöcke schon vor dem 40. Lebensjahr ihre Tätigkeit einstellen, findet kein Eisprung mehr statt.

In der Regel lassen sich hormonelle Störungen gezielt über eine Blutanalyse nachweisen. Bitte bedenken Sie jedoch, dass die Ursachen für das Ausbleiben einer Schwangerschaft sehr vielschichtig sind – nicht selten liegen mehrere verschiedene Gründe vor. Unsere Ärzte stimmen die Diagnostik und nachfolgende Behandlungsmethoden individuell auf Ihren Fall ab, um Ihre Chancen auf eine erfolgreiche Schwangerschaft zu optimieren.

 

 

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