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Die deutschen VivaNeo Kinderwunschzentren bieten keine Beratungs-, Behandlungs- oder sonst begleitende oder vorbereitende Leistungen in Bezug auf Eizellspenden an. In Deutschland ist die Eizellspende und damit verbundene Leistungen gem. § 1 Abs. 1 ESchG strafbar.

Eizellspende

Fachlich wird eine Eizellspende auch als allogene Eizellentransplantation bezeichnet. Das heißt, die Eizellen stammen dabei von einer anderen Frau. Die Spenderin ist dann zwar die genetische Mutter des Kindes, die juristische Mutterschaft geht jedoch auf die Empfängerin der gespendeten Eizellen über.

Für manche Frauen ist die Eizellspende die einzige Möglichkeit, ein gesundes Kind zu bekommen oder überhaupt noch schwanger zu werden – etwa wenn sie

  • vorzeitig, also vor dem 40. Lebensjahr, in die Wechseljahre gekommen sind (Climacterium praecox),
  • durch eine Strahlen- oder Chemotherapie unfruchtbar geworden sind oder
  • eine genetische Erkrankung haben.

Von wem stammen die Eizellen bei einer Eizellspende?

Die Empfängerinnen einer Eizellspende können eine eigene Spenderin, die sich zur Spende bereiterklärt, mitbringen. Oder die Eizellspende stammt von einer der Empfängerin unbekannten Frau, was bedeutet, dass das Kinderwunschzentrum eine geeignete Spenderin aussucht. Um als Spenderin in Frage zu kommen, müssen die jungen Frauen in den Ländern, in denen die Eizellspende erlaubt ist, länderspezifische Kriterien erfüllen. In Dänemark müssen Spenderinnen zwischen 18 und 35 Jahre alt sein und dürfen maximal 6 Mal spenden, was einem Äquivalent von 12 Kindern entspricht. Empfänger einer Eizellenspende können ihnen bekannte Eizellenspenderinnen nutzen, aber auch auf anonyme Spenderinnen zurückgreifen. Natürlich müssen die Spenderinnen frei von relevanten Erkrankungen und frei von Infektionskrankheiten (Hepatitis, HIV etc.) sein. Die Details jeder Spende werden in einem Gespräch im Kinderwunschzentrum geklärt.

Bei der Auswahl der Spenderin werden auch weitere Merkmale berücksichtigt, wie etwa:

  • Blutgruppe,
  • Haut-, Augen- und Haarfarbe,
  • Statur, Größe und Gewicht

1. Hormonelle Stimulation der Spenderin

1. Hormonelle Stimulation der Spenderin

Zunächst erhält die Spenderin der Eizellen eine Hormonbehandlung. Dadurch reifen bei ihr mehr Eizellen als im natürlichen Zyklus heran. Diese entnimmt der Arzt dann mit einer Hohlnadel von den Eierstöcken (Follikelpunktion). Dieser Eingriff findet meist unter einer örtlichen Betäubung statt. Einige Tage nach dem Eingriff kommt es bei der Spenderin wieder wie gewohnt zu ihrer Menstruationsblutung und es tritt wieder ihr gewohnter, natürlicher Zyklus auf.

2. Befruchtung der Eizellen im Labor durch IVF oder ICSI

Anschließend werden die entnommenen Eizellen meist mit dem Samen des Partners der Empfängerin durch eine In-Vitro-Fertilisation (IVF) oder eine intracytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI) im Labor befruchtet und wenige Tage später in die Gebärmutter der Empfängerin übertragen (Embryotransfer). Sowohl nichtbefruchtete als auch befruchtete Eizellen können aber auch für eine spätere Übertragung eingefroren werden (Kryokonservierung).

3. Hormonelle Vorbereitung der Empfängerin und Embryotransfer

Die Empfängerin der Eizellen erhält vor dem Embryotransfer in der Regel Hormone – Östrogene und Progesteron (Gelbkörperhormon). Dadurch baut sich ihre Gebärmutterschleimhaut auf und wird optimal für die Einnistung der Eizellen vorbereitet.

Welche Risiken gibt es bei der Eizellspende?

Risiko für die Spenderin

Die Hormonstimulation kann mitunter Nebenwirkungen haben – wie etwa das sogenannte Überstimulationssyndrom. Dabei können zum Beispiel heftige Bauchschmerzen, Übelkeit oder Atemnot auftreten. Beim Überstimulationssyndrom kann ein Krankenhausaufenthalt notwendig werden.

Im Zuge der Follikelpunktion kann es außerdem passieren, dass es zu Blutung, Nachblutung, Schwellung, Wundheilungsstörung oder Infektionen kommt oder dass bei der Entnahme Nachbarorgane versehentlich verletzt werden. Und auch eine Narkose ist nie ganz ohne Risiko. Alle diese Komplikationen sind selten, müssen aber vor einer Spende mit den spende bereiten Frauen eingehend besprochen werden. Durch die Auswahl an möglichst sanften Stimulationsprotokollen wird darüber hinaus versucht, Komplikationen bei den Spenderinnen soweit es möglich ist zu vermeiden.

Risiko für die Empfängerin

Werden beim Embryotransfer mehr als eine befruchtete Eizelle übertragen, kann es zu einer Mehrlingsschwangerschaft kommen. Das kann sowohl für die werdende Mutter als auch für die Kinder gefährlich werden. Zu bedenken ist auch, dass im Falle einer Empfängerin in einer bereits fortgeschrittenen Lebensphase (z.B. über 40) jede Schwangerschaft ein höheres Risiko birgt als in jüngeren Jahren. In den ärztlichen Gesprächen vor Behandlungsbeginn wird auf diese Risiken genau eingegangen und die Situation mit dem Paar ausführlich besprochen.
Nicht unerwähnt bleiben sollte aber auch der Umstand, dass durch die Eizellspende das Risiko für numerische Chromosomenstörungen, das mit dem Alter der verwendeten Eizellen korreliert, deutlich sinken kann. Eine Frau mit 40 Jahren hat mit eigenen Eizellen ein Risiko von ca. 1:100 für Trisomie 21 (Mb. Down) – bei einer Eizellspende mit Eizellen einer 25-jährigen Spenderin sinkt das Trisomie-21-Risiko auf das Risiko einer 25-jährigen (1:1350).

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