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Social Freezing – immer häufiger ein Thema in der Reproduktionsmedizin Düsseldorf

Das Einfrieren von Samenzellen und auch von Embryonen gilt schon seit langem als Standardmethode. Im Jahr 2010 konnten die ersten europäischen Arbeitsgruppen zeigen, dass mit speziellen Einfriermethoden auch für unbefruchtete Eizellen ähnlich gute Schwangerschaftsraten erzielbar sind wie mit frischen Eizellen.

Anfangs war das Einfrieren von Eizellen hauptsächlich für Frauen vorgesehen, welche als Nebenwirkung einer bevorstehenden (Chemo-) Therapie mit einem möglichen Verlust der Fruchtbarkeit rechnen mussten. Mittlerweile dient die Technik jedoch auch dazu, Frauen eine flexiblere Lebensplanung zu ermöglichen. So können Frauen, die ihren Kinderwunsch aus bestimmten Gründen zum aktuellen Zeitpunkt nicht erfüllen können oder wollen, ihre Eizellen einfrieren lassen und zu einem späteren Zeitpunkt auf diese zurückgreifen, um schwanger zu werden. Dafür hat sich der Begriff „Social Freezing“ etabliert. Auch die VivaNeo Kinderwunschklinik Düsseldorf bietet die Methode des Social Freezing an.

Warum bietet die Endokrinologie Düsseldorf Social Freezing an? – Biologische Hintergründe

Bei jeder Frau steht bereits bei der Geburt die Gesamtzahl der Eizellen fest, denn im Laufe des Lebens werden keine neuen mehr gebildet. Mit zunehmendem Alter reduziert sich diese Eizellreserve.

Deshalb kann es mit zunehmendem Alter bei Kinderwunsch zwei Probleme geben:

  1. Je älter eine Frau ist, desto weniger Eizellen stehen für einen erfolgreichen Eisprung zur Verfügung. Dass verringert die Chance, schwanger zu werden.
  2. Auch die Qualität der Eizellen sinkt mit dem Alter. Als Faustregel gilt, dass etwa ab dem 35. Lebensjahr die Wahrscheinlichkeit für Fehlbildungen, Schwangerschaftskomplikationen und Fehlgeburten steigt und die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden, sinkt. Eigentlich setzt diese Entwicklung bereits vor dem 35. Lebensjahr ein, allerdings sind die Beeinträchtigungen hier deutlich geringer.

Social Freezing kann die Chancen auf eine Schwangerschaft zu einem späteren Zeitpunkt erhöhen, indem gesunde Eizellen möglichst früh entnommen und konserviert werden. 

Wie laufen Eizellenentnahme und Vitrifikation in der VivaNeo Kinderwunschpraxis Düsseldorf ab?

Social Freezing lässt sich in drei wesentliche Abschnitte gliedern:

1. Entnahme von Eizellen

Entscheidet sich eine Frau für das Social Freezing, so ist der erste Schritt die Entnahme möglichst vieler Eizellen. Dazu wird meist eine Hormonbehandlung zur Stimulierung der Eizellreifung durchgeführt. Regelmäßige Ultraschalluntersuchungen erlauben die genaue Beobachtung des Reifezustands der Follikel. Zum geeigneten Zeitpunkt werden die Eizellen dann unter kurzer Narkose mit einer dünnen Nadel durch die Vagina entnommen. Die natürliche Eizellreserve wird dadurch nicht verringert: Jedes Monat wird eine bestimmte Anzahl von Eizellen „empfänglich“ für die Stimulation. Während sich im natürlichen Zyklus ein einzelner Follikel gegen die anderen Follikel durchsetzen wird und die anderen Eizellen dieses Zyklus verloren gehen, sichern Ihre VivaNeo-Spezialisten durch die Stimulation diesen sonst verloren gehenden Monats-Eizell-Pool.

2. Kryokonservierung der Eizellen – die Vitrifikation

Die gewonnenen Eizellen werden bei –196 °C eingefroren und können in diesem Zustand jahrzehntelang sicher gelagert werden. Je mehr Eizellen gelagert werden, umso größer ist später die Chance, den Kinderwunsch verwirklichen zu können. Studien gehen bei zehn gelagerten Eizellen von 40%, bei zwölf Eizellen von 60 % und bei 20 Eizellen von 90 % Chance auf eine nachfolgende Lebendgeburt aus, wenn die Eizellen einer Frau unter 30 Jahre entnommen wurden.

3. Befruchtung der Eizellen per IVF oder ICSI

Sollte sich ein späterer Kinderwunsch nicht auf natürlichem Weg erfüllen, kann das Paar auf die kryokonservierten Eizellen zurückgreifen. Diese werden mit dem Samen des Partners (oder eines Samenspenders) außerhalb des Körpers befruchtet (In-vitro-Fertilisation). Anschließend werden ein bis drei der entstandenen Embryonen in die Gebärmutter transferiert.

 

 

 

 

Wie viele Eizellen sollte man für das Social Freezing entnehmen?

Da die natürliche Schwangerschaftschance bereits etwa ab dem 30. Lebensjahr sinkt, ist es sinvoll, Social Freezing möglichst früh durchzuführen. Social Freezing erhöht zwar die Wahrscheinlichkeit einer späteren Schwangerschaft, kann sie jedoch nicht garantieren. Um die Chancen weiter zu erhöhen, werden deshalb in der Regel mehrere Eizellen eingefroren und gelagert

Je älter eine Frau zum Zeitpunkt des Social Freezing ist, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit auf eine spätere Schwangerschaft, da die Eizellqualität bereits beeinträchtigt ist. Hier sollten daher erst recht möglichst viele Eizellen entnommen werden, was sich wiederum schwierig gestalten kann, da häufig auch bereits die Eizellreserve reduziert ist. So können bei einer nicht mehr ganz jungen Frau letztlich mehrere Hormonstimulationen und Eizellentnahmen nötig sein.

Risiken und Nebenwirkungen beim Social Freezing

Studien zufolge zeigen durch Social Freezing („Egg-Freezing“) gezeugte Kinder ein vergleichbares Risiko wie Kinder, welche bei normalen IVF/ICSI-Zyklen gezeugt wurden. Die für das Social Freezing notwendige Hormonbehandlung ist für Frauen in der Regel nur mit einer geringen körperlichen Belastung verbunden. Ein Überstimulationssyndrom tritt heute kaum noch auf, da es inzwischen geeignete Stimulationsprotokolle gibt. Ihr VivaNeo-Team in der VivaNeo Kinderwunschklinik Düsseldorf wird Sie individuell beraten.

Zahlen die Krankenkassen in Düsseldorf das Einfrieren der Eizellen?

Die Kosten des Social Freezings werden von den Krankenkassen in Deutschland bislang nicht übernommen. Allerdings bieten immer mehr Arbeitgeber ihren Angestellten an, einen Teil der Kosten zu erstatten. Neben den Kosten für die Hormonbehandlung und Eizellentnahme fallen Gebühren für das Einfrieren der Eizellen sowie jährlich für die Lagerung an. Beim Zurückgreifen auf die eingefrorenen Eizellen kommen die Kosten für die In-Vitro-Fertilisation (kurz IVF) dazu.

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