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In-vitro-Fertilisation (IVF)

Die In-vitro-Fertilisation (IVF) ist eine Form der sogenannten assistierten Befruchtung. Ei- und Samenzelle verschmelzen dabei nicht im weiblichen Körper, sondern im Labor im Reagenzglas. Daher heißt diese Methode auch "in vitro", was nichts anderes als "im Glas" bedeutet.

 

 

Wann ist eine In-vitro-Fertilisation sinnvoll?

Eine IVF bietet sich zum Beispiel an

  • bei verschlossenen oder fehlenden Eileitern der Frau (tubare Sterilität),
  • wenn die Spermaqualität des Mannes eingeschränkt ist,
  • bei einer Absiedelung von Gebärmutterschleimhaut ausserhalb der Gebärmutterhöhle (Endometriose) oder
  • wenn bei der Abklärung keine Ursache für die Sterilität gefunden wird (idiopathische Sterilität).

Was passiert bei einer In-vitro-Fertilisation?

4. Verschmelzung von Eizellen und Spermien im Glas

Anschließen werden die aufbereiteten Spermien des Mannes mit den Eizellen der Frau in einem Reagenzglas zusammengebracht. Sie schwimmen dabei in einer speziellen Nährlösung. Jetzt müssen die Spermien selbstständig und ohne weitere Hilfe die Eizellen befruchten. Am Tag nach der Follikelpunktion wird überprüft, ob die Eizellen befruchtet sind. Die befruchteten Eizellen entwickeln sich zu Embryonen, die für zwei bis fünf Tage in einem Brutschrank gelagert werden.

5. Embryonentransfer

Am Tag des Embryotransfers setzt der Arzt in Absprache mit der Patientin die Embryonen entsprechend der gesetzlichen Bestimmungen in die Gebärmutterhöhle ein. Dies macht er mit Hilfe eines weichen Kunststoffkatheters. Die Übertragung der Embryonen ist schmerzfrei und dauert nur wenige Minuten. Die Embryonen können sich nun in die Gebärmutterschleimhaut einnisten und dort weiterentwickeln.
Ob der Eingriff tatsächlich erfolgreich war, zeigt ein Schwangerschaftstest, der etwa zwei Wochen nach dem Eingriff durchgeführt wird.

Wie sind die Erfolgsaussichten bei einer In-vitro-Fertilisation?

Die Chancen, dass eine Frau durch ein In-vitro-Fertilisation schwanger wird, ist im Wesentlichen vom Alter der Frau abhängig. Die Schwangerschaftsrate liegt bei Frauen im Alter von 30 Jahren bei etwa 40 Prozent pro Embryotransfer, während die Chancen für Frauen im Alter von 40 Jahren bei knapp 30% liegen. Im Durchschnitt führt somit etwa jeder dritte Eingriff zu einer Schwangerschaft.
Können die befruchteten Eizellen nicht transferiert werden, ist es möglich, diese einzufrieren (Kryokonservierung), um sie zu einem späteren Zeitpunkt zu verwenden. Dadurch wird der Frau beispielsweise beim nächsten Versuch die Hormonbehandlung und Eizellentnahme erspart.

Gibt es Risiken und Nebenwirkungen bei einer In-vitro-Fertilisation?

Wie bei jedem medizinischen Eingriff birgt auch eine In-vitro-Fertilisation gewisse Risiken.
Alle Komplikationen sind selten – können aber in Einzelfällen durchaus schweren Charakter annehmen. So kann etwa die Hormonbehandlung mitunter Nebenwirkungen haben – wie etwa das sogenannte Überstimulationssyndrom. Dabei können zum Beispiel Bauchschmerzen, Übelkeit oder Atemnot auftreten und das Risiko einer Eileiterschwangerschaft ist leicht erhöht. Bei der Entnahme der Eizellen können Organe versehentlich verletzt werden und auch eine Narkose ist nie ganz ohne Risiko.
Ihr/e behandelnde/r ÄrztIn wird Sie ausführlich über die Chancen und Risiken der Behandlung aufklären, ihren Verlauf erläutern und die Möglichkeit einer Mehrlingsschwangerschaft besprechen.

Zahlt die Kasse die IVF-Behandlung?

In Deutschland übernehmen die gesetzlichen Krankenversicherungen in der Regel unter ganz bestimmten Voraussetzungen 50 Prozent der Kosten für eine In-vitro-Fertilisation (länderspezifisch). Allerdings nur für drei Versuche. Die Kosten für eine Kryokonservierung übernehmen sie nicht.

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