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Die Refertilisierung

Die Sterilisation ist eine Methode zur endgültigen Kontrazeption bei der Frau mit abgeschlossener Familienplanung. Man versteht unter dem Begriff der Sterilisation die operative Herstellung einer dauerhaften Unfruchtbarkeit. In den meisten Fällen wird der Eingriff mit einer Bauchspieglung (Laparoskopie) durchgeführt. Dabei werden beide Eileiter an zwei nebeneinanderliegenden Stellen elektrisch koaguliert. Alternativ kann die Eileiterfunktion auch durch Clips oder Kunststoffringe unterbrochen werden. Methodenunabhängig können sich die Samenzellen und Eizellen nicht mehr treffen. Eine Befruchtung und eine Schwangerschaft sind dadurch ausgeschlossen.

Sollte entgegen der ursprünglichen Überlegung doch ein späterer Kinderwunsch bestehen, kommen zwei Behandlungsmöglichkeiten in Frage. Neben der Befruchtung von Eizellen außerhalb des Körpers (In-vitro-Fertilisation, IVF) kann die Eileiterdurchgängigkeit operativ wiederhergestellt werden. Diese sogenannte Refertilisierung ist nur sinnvoll beim Vorliegen eines normalen Spermienbefundes und einer normalen Zyklussituation mit regelmäßigen Menstruationen und einem nachweisbaren Eisprung. Für Frauen > 40 Jahren wird die Refertilisierung nicht empfohlen, da die altersbedingte Schwangerschaftswahrscheinlichkeit bereits relativ klein ist.

Der operative Erfolg der Refertilisierung hängt neben dem Alter der Frau sehr wesentlich vom Ausmaß der Zerstörung der Eileiter durch die Sterilisation ab. Es sollten mindestens 3-4 cm lange Resteileiter erhalten sein. Wir bevorzugen für die Wiederherstellung der Eileiterdurchgängigkeit (Reanastomosierung) die minimal invasive Bauchspiegelung (Laparoskopie).

Wie läuft eine Refertilisierung ab?

Im ersten Schritt der Operation werden die verschlossenen Eileiterabschnitte präpariert und entfernt. Anschließend wird über die Gebärmutterhöhle ein Katheter in die Eileiter eingelegt. Über diesen Splint können die jeweiligen Enden nun wieder zusammengeführt werden. Dies geschieht mit einer 2-schichtigen Einzelkopfnaht mit sehr dünnen Fäden. Ohne die Schleimhaut der Eileiter zu erfassen wird zuerst die innere Muskelschicht adaptiert und vernäht und anschließend die äußere sogenannte Serosaschicht. Damit ist die Anastomose abgeschlossen. Anschließend wird der Erfolg des Eingriffs durch eine Farbstoffspülung der Eileiter geprüft und die Instrumente entfernt.

Eine Wiederherstellung der Eileiterdurchgängigkeit

Die operative Wiederherstellung der Eileiterdurchgängigkeit dauert etwa 1,5–2 Stunden. Der Eingriff wird grundsätzlich nicht von den Kassen getragen. Die Patienten sind bereits nach einer Woche Arbeitsbefreiung genesen und können anschließend sofort schwanger werden. Die Erfolgsrate der Refertilisierung liegt bei 50–60 %.

Diese Leistung bieten wir Ihnen in den folgenden Zentren an

Berlin

Diese Behandlung bieten wir Ihnen auch in der Praxisklinik Sydow an.

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