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Ultra-Light-Stimulation

Die hormonelle Stimulation steht standardmäßig am Anfang einer künstlichen Befruchtung, um das Heranreifen der benötigten Eizellen zu begünstigen. Aber nicht jede Patientin steht einer Hormontherapie offen gegenüber. Einige fürchten eine Überstimulation oder Nebenwirkungen. Andere scheuen die hohen Medikamentenkosten, die Spritzen, oder eine mögliche Mehrlingsschwangerschaft, die mit dem Heranreifen mehrerer Eizellen bei einer Hormonstimulation wahrscheinlicher wird. Die Ultra-Light-Stimulation bietet Patientinnen mit Zweifeln eine neue, minimal dosierte Form der Hormonstimulation. Auch in der Kinderwunschklinik Dr. Loimer bieten wir die Mini-IVF an, etwa wenn Patientinnen schlecht auf die normale Hormonstimulation ansprechen oder wenn sie vorausschauend Eizellen einfrieren lassen möchten.

Was ist die Ultra-Light-Stimulation?

Die gering dosierte Hormonstimulation wurde erstmals von Professor Kato in Tokyo erprobt und unter anderem von Dr. John Zhang im New Hope Fertility Center in New York weiterentwickelt. Die Unterschiede gegenüber der herkömmlichen Hormonbehandlung liegen in der Hormondosis und in der Verabreichungsform: Statt täglicher Hormon-Injektionen werden bei der Mini-IVF gering dosierte Hormontabletten eingenommen. Dadurch reifen statt 15–20 Eizellen nur 4–8 Eizellen in den Eierstöcken heran. Erstaunlich ist dabei, dass die Ausbeute „guter Eizellen“, die tatsächlich für eine IVF oder ICSI verwendet werden können, bei der Ultra-Light-Stimulation nahezu gleich hoch ist wie bei der Stimulation mit hohen Hormondosen.

Reduziertes Risiko von Überstimulation und Mehrlingsschwangerschaft

Die Mini-IVF lässt ausreichend brauchbarer Eizellen heranreifen, während gleichzeitig die typischen Risiken und Nebenwirkungen deutlich reduziert sind. Die Vorteile auf einen Blick:

  • Kostenersparnis: Die Kosten für eine Mini-IVF liegen bei 25 % bis 35 % der üblichen Medikamentenkosten für eine Hormonstimulation.
  • Einfache Durchführung: Die Hormondosen werden meist in Tablettenform verabreicht, es sind keine oder nur sehr wenige Spritzen notwendig.
  • Überstimulation unwahrscheinlich: Das Risiko einer Überstimulation ist mit der Mini-IVF sehr gering, ebenso wie die Wahrscheinlichkeit eines vorzeitigen Eisprungs.
  • Geringe Nebenwirkungen: Typische Begleiterscheinungen wie Kopfschmerzen, Verstimmungen oder Übelkeit bleiben aus oder sind nach wenigen Tagen vorüber.
  • Gute Eizellen-Ausbeute: Von den wenigen herangereiften Eizellen sind meist mehrere von hoher Qualität.

Gibt es Risiken bei der Mini-IVF?

Die Erfahrung zeigt, dass die niedrigen Hormondosen der Ultra-Light-Stimulation bei einigen Frauen zu einem unzureichenden Aufbau der Gebärmutterschleimhaut führen. Das reduziert die Schwangerschaftsrate, da zwar ausreichend hochwertige Eizellen für die Befruchtung heranreifen, diese sich aber nicht in der Gebärmutter einnisten können. Diese unerwünschte Nebenwirkung können wir in der Kinderwunschklinik Dr. Loimer in der Außenstelle Wien Mitte umgehen, indem mit Mini-IVF-gewonnene Eizellen kryokonserviert und zu einem späteren Zeitpunkt für die IVF genutzt werden. Unsere Experten informieren Sie über den Ablauf, die Kosten und die Erfolgschancen einer Ultra-Light-Stimulation in Ihrem individuellen Fall – sprechen Sie uns gern an.

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