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PID – Präimplantationsdiagnostik

Präimplantationsdiagnostik, kurz PID genannt, ist ein Überbegriff für jede an der Eizelle, der Samenzelle oder dem Embryo durchgeführte Untersuchung genetischer und nicht genetischer Art. Die PID bietet hierbei im Rahmen einer In-Vitro-Fertilisation (IVF) die Möglichkeit, genetische Anomalien und Entwicklungsstörungen beim Embryo besonders frühzeitig zu erkennen – und zwar schon vor dem Embryonentransfer in die Gebärmutter. So können eine mögliche Fehlentwicklung oder das Risiko einer Fehlgeburt frühzeitig erkannt werden. Sprechen Sie unsere erfahrenen Ärzte in der Kinderwunschklinik in Wels gerne an – wir beraten Sie ausführlich zu Vorteilen, Risiken und Kosten der Präimplantationsdiagnostik in Österreich.

Unterscheidung zwischen Screening und Diagnose

Die Präimplantationsdiagnostik (PID) unterscheidet sich in zwei Arten: In die sogenannte Preimplantation Genetic Screening (PGS) und die sogenannte Preimplantation Genetic Diagnosis (PGD). 

Bei der PGS werden alle Chromosomen nicht nur auf ihre Vollständigkeit geprüft („gescreent“), sondern auch in unausgeglichene Verschiebungen und Chromosomen unterschieden. Diese Differenzierung ist höchst wichtig, da mehr als 2/3 aller Embryonen an Tag 5 nicht mit einem korrekten Chromosomensatz ausgestattet sind. 

Bei der PGD wird gezielt nach zuvor diagnostizierten, erblichen Besonderheiten gesucht. Dies ist sehr bedeutsam, da viele Erkrankungen, die eine eindeutige Ursache in der Genetik haben, leicht weitervererbt werden können. Mit der Methode der PGD können diese Erkrankungen verlässlich vor der Implantation detektiert werden und eine "Schwangerschaft auf Probe" kann verhindert werden.

Präimplantationsdiagnostik in Österreich

Die Novellierung des Fortpflanzungsmedizingesetzes von 2015 ermöglicht unter bestimmten medizinischen Voraussetzungen die Präimplantationsdiagnostik in Österreich, um schwere Erbkrankheiten, Tot- oder Fehlgeburten zu vermeiden, oder um einen erblich bedingten unerfüllten Kinderwunsch doch noch zu ermöglichen. Präimplantationsdiagnostik untersucht die genetischen Informationen embryonaler Zellen. Da die PID bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt der Embryoentwicklung erfolgt, bietet diese Diagnosemöglichkeit viele Vorteile: Genetische Anomalien und Erkrankungen können bei einer IVF oder ICSI  noch vor dem Transfer des Embryos in die Gebärmutter diagnostiziert werden. So können gesunde Embryonen für den Embryonentransfer ausgewählt werden. Ein weiterer Vorteil der PID: Soll ein Baby als Spender von Stammzellen für ein schwer erkranktes Geschwisterkind gezeugt werden, kann die PID auch zur HLA-Typisierung genutzt werden. So kann sichergestellt werden, dass die Stammzellen als Spenderzellen kompatibel sind.

Medizinische Voraussetzungen für eine PGD bzw. PID in Österreich

Präimplantationsdiagnostik ist in Österreich seit 2015 möglich – allerdings nur unter bestimmten Bedingungen. Zu den medizinischen Voraussetzungen für eine PID zählen:

  • sollten drei oder mehr erfolglose Embryonentransfers durchgeführt worden sein, deren Ursachen wahrscheinlich in einer genetischen Disposition bestehen.
  • sollten drei oder mehr Fehlgeburten aufgrund genetischer Ursachen aufgetreten sein.
  • sollte bei einem oder bei beiden Elternteilen eine genetische Disposition diagnostiziert werden, die die Gefahr einer Fehl- oder Totgeburt oder einer genetischen Erkrankung des Kindes nach sich ziehen könnte.

Lassen Sie sich von unseren Fachärzten in der Kinderwunschklinik in Wels beraten, ob eine PID in Ihrem individuellen Fall möglich ist. 

Ablauf der Präimplantationsdiagnostik in der Kinderwunschklinik Wels

Um eine PID durchzuführen, muss eine individuelle Gensonde zur Analyse der embryonalen Zellen erstellt werden. Im Rahmen einer IVF-Behandlung werden für eine PID die Embryonen in einem sehr frühen Entwicklungsstadium kryokonserviert, also in flüssigem Stickstoff tiefgefroren. Nun können Zellen aus der Embryonalhülle, dem sogenannten Trophectoderm, entnommen und anschließend analysiert werden. Die Embryonen selbst werden von der PID nicht beeinflusst oder beeinträchtigt. Unsere Kinderwunschklinik in Wels arbeitet für die Genanalyse mit einem genetischen Partnerlabor zusammen. Die Sequenzierung und Analyse der embryonalen Zellen liegt nach etwa 14 Tagen vor. Der Transfer gesunder Embryonen in die Gebärmutter ist durch diese frühe und schnelle Diagnosemöglichkeit bereits im nächsten Zyklus möglich. 

Wenn Sie Fragen zum Ablauf der PID haben, können Sie gerne einen persönlichen Beratungstermin in der Kinderwunschklinik in Wels vereinbaren. 

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