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Ärztliches Zwiegespräch mit unseren Kinderwunschärzten Dr. Kommetter und Dr. Stadler

25. Juli 2018


Der Erfahrungsaustausch in unserem Team liegt uns sehr am Herzen. Lesen Sie das Gespräch zwischen dem erfahrenen Arzt Dr. Stadler, ärztlicher Leiter und Gründer der Kinderwunschklinik Klagenfurt, und seinem jungen Kollegen, dem aufstrebenden Dr. Kommetter, der ebenfalls in der ärztlichen Leitung der VivaNeo Kinderwunschklinik Sterignost Klagenfurt tätig ist. Zwei Kinderwunsch-Ärzte tauschen sich aus. Dr. Kommetter: Lieber Kollege Dr. Stadler, Sie sind vor 30 Jahren als Reproduktionsmediziner tätig geworden. Was hat Sie damals schon an dieser ärztlichen Sparte fasziniert?Dr. Stadler: Fasziniert hat mich die Hilfe, die man kinderlosen Paaren zukommen lassen kann. Das Ergebnis dieser Hilfe ist sofort ablesbar. Als ich begonnen habe, wurden die Tätigkeiten in der Reproduktionsmedizin noch von gynäkologischen Fachärzten durchgeführt. Erst in weiterer Folge wurde die Trennung zwischen IVF-Labor und ärztlicher Tätigkeit durch die steigende Komplexität vollzogen. In meiner ersten Zeit wurden alle Laborarbeiten noch von mir selbst durchgeführt. Ich bin einer der wenigen Ärzte, der auch die Tätigkeit im IVF-Labor erlernt hat.Sie haben Ihre Ausbildung zum Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe 2009 in Villach abgeschlossen. Warum haben Sie sich, Dr. Kommetter, für die Spezialisierung auf Fertilitätsmedizin entschieden? Dr. Kommetter: Das LKH Villach ist zu diesem Zeitpunkt eines der renommiertesten Endometriosezentren im deutschsprachigen Raum gewesen. Unter der Leitung von Prof. Dr. Keckstein war es mir möglich, stets an der operativen Lösung bzw. begleitenden Therapie von Frauen mit den „schwierigsten“ Endometriosefällen mitzuwirken. Endometriose gilt als eine der häufigsten Sterilitätsursachen bei der Frau, weshalb man hierbei automatisch mit vielen Kinderwunschpatientinnen in Kontakt kommt.Obwohl wir mit hochspezialisierten endoskopischen Operationen vielen Paaren bei der Realisierung ihres Kinderwunsches helfen konnten, gab es immer wieder Fälle, bei denen zur weiteren Optimierung eine ergänzende IVF-Therapie notwendig wurde. Als sich dann die Möglichkeit bot, in der VivaNeo Kinderwunschklinik Sterignost Klagenfurt zu arbeiten, erkannte ich darin die tolle Möglichkeit, in Kooperation mit meinem Stammkrankenhaus meine invasiven operativen Tätigkeiten weiterzuführen und einen Brückenschlag zwischen diesen so wichtigen Themengebieten zu schaffen, um meinen Patienten genau diesen Mehrwert zu bieten.

Entwicklungen der Reproduktionsmedizin

Dr. Stadler: Sie als junger Arzt, können Sie sich vorstellen, mit welchen Barrieren Ihre Kollegen in den Anfängen der Reproduktionsmedizin zu kämpfen hatten?Dr. Kommetter: Der „Pioniergeneration“ gilt mein vollster Respekt. Es ist ein Privileg für mich, dass ich die IVF-Materie von denen beigebracht bekommen habe, die noch jeden Handgriff selbst machen mussten. Dadurch haben meine gynäkologischen Kollegen wie auch unsere Laborleiterin natürlich einen enormen Überblick und auch Erfahrungsschatz erlangt. Auftretende Probleme wurden schnell und pragmatisch gelöst. Heutzutage besteht aufgrund der zunehmenden Komplexität vor allem der Labortechniken leider zwangsläufig eine berufliche Trennung.Ich bin sehr dankbar, hier in der VivaNeo Kinderwunschklinik Sterignost Klagenfurt auf ein so offenes Team gestoßen zu sein, was mir letztendlich die Möglichkeit gab, das bereits erarbeitete Wissen und meine persönlichen Erfahrungen – im Speziellen mit Endometriose – weiter auszubauen.Wie hat sich die Therapie bei unerfülltem Kinderwunsch aus Ihrer Sicht als erfahrener Arzt seither entwickelt? Was waren die Meilensteine, auf die Sie mit Ihrer Erfahrung zurückblicken können? Dr. Stadler: Der erste Meilenstein war die Einführung des vaginalen Ultraschalls zur Eizellengewinnung. Der nächste war die Einführung der ICSI-Methode (Intrazytoplasmatische Spermieninjektion). Das Erstaunliche war, wie schnell die IVF-Medizin unsere Bedürfnisse im Bereich des Labors erleichtert hat.Eine weitere wichtige Entwicklung war die Kryokonservierung. Diese ermöglicht die neueste Methode, nämlich die, dass die Eizellengewinnung vom Transfer getrennt werden kann.Und was waren für Sie persönlich in den letzten Jahren die Highlights in der Kinderwunschbehandlung?  Dr. Stadler: Dazu zählt die Änderung der gesetzlichen Grundlagen der IVF-Behandlung in Österreich (Fortpflanzungsmedizinrechts-Änderungsgesetz 2015 – FMedRÄG 2015). Seit dieser Zeit können wir die Eizellenspende und die Behandlung von gleichgeschlechtlichen Paaren durchführen. Wir können ebenfalls eine Präimplantationsdiagnostik veranlassen.

Kinderwunschbehandlung in Österreich heute

Dr. Stadler: Wie nehmen Sie, Dr. Kommetter, die Versorgung der Patienten heute wahr?Dr. Kommetter: Jedes Patientenpaar hat seine eigene, individuelle Geschichte. Durch die häufigeren Patientenkontakte erlebt man dies sehr intensiv mit. Das ist auf der einen Seite aus medizinischer Sicht mitunter belastend, gibt aber auf der anderen Seite aufgrund des zumeist positiven Ausgangs viel Kraft für die Betreuung und auch Ansporn seine beruflichen Grenzen durch Weiterbildung immer wieder neu zu definieren.Wie vielen Kinderwunschpaaren konnten Sie, Dr. Stadler, mit Ihrer langjährigen Berufserfahrung bis heute zu einem Baby verhelfen?Dr. Stadler: Zusammen mit den Mitarbeitern des Institutes, das ich gegründet habe, konnte ich vielen tausenden Paaren zu einer Schwangerschaft verhelfen.Was hilft Ihrer Arbeit bei uns in der VivaNeo Kinderwunschklinik Sterignost Klagenfurt heute? Gibt es etwas, was Sie noch hemmt? Dr. Kommetter: Unerlässlich für eine gute Patientenbetreuung ist das Team. Ich bin sehr froh darüber, so viele hochqualifizierte MitarbeiterInnen bei uns zu haben. Durch den respektvollen und sehr persönlichen Umgang untereinander bleiben wir alle stets motiviert. Nur so können wir Jahr für Jahr unsere Ergebnisse im Topbereich halten und viele zufriedene Paare auf ihrem Weg zum Familienglück begleiten.Perspektiven und Herausforderungen für die Zukunft von Kinderwunschbehandlungen und in der ReproduktionsmedizinDr. Kommetter: Welche Entwicklungen und Entscheidungen in der Kinderwunschtherapie sind für Sie im Rückblick positiv zu bewerten und was fehlt Ihrer Meinung nach noch für eine moderne, vollumfängliche IVF-Behandlung?Dr. Stadler: Die Akzeptanz der Kinderwunschtherapie in der Gesellschaft hat sich positiv verändert. Heute ist es für die Kinderwunschpaare selbstverständlich mit Freunden oder der Familie darüber zu sprechen. In der Anfangsphase meiner Tätigkeit war dies meist ein großes Geheimnis. Als nicht optimal sehe ich die Möglichkeit Eizellenspenderinnen zu gewinnen, da wir die Spenderinnen nicht entsprechend entschädigen können und auch nicht durch Werbemaßnahmen suchen dürfen. Die steigende Anzahl von Frauen, welche sich den Kinderwunsch nur durch eine Eizellenspende erfüllen können, kann nicht ausreichend abgedeckt werden.Die Präimplantationsdiagnostik wird meiner Einschätzung nach in Österreich durch die gesetzlichen Auflagen zu sehr eingeschränkt.Welche Visionen haben Sie, Dr. Kommetter, als junger Arzt von der Zukunft der Kinderwunschmedizin in Europa? Dr. Kommetter: Kinderwunschmedizin ist aufgrund der soziopolitischen Entwicklungen ein sehr aufstrebender Medizinzweig, der dementsprechend auch eine schnelle Weiterentwicklung erfordert. Ich denke, dass in Zukunft genetische Analysen von Keimzellen oder Embryonen zunehmen werden und auch manipulative Techniken am Erbgut („genetic engineering“) Einzug in den Alltag halten werden.Ein weiterer Punkt ist und wird die Erweiterung der reproduktiven Phase der Frau sein, auch dies kann ggfls. mittels Verbesserung der Eierstockreserve durch Anregung von Keimzellbildung (Eizellen) aus normalen Körperzellen/Stammzellen sein.Es bleibt natürlich zu hoffen, dass auch alle diese Möglichkeiten für jeden – vor allem auch finanziell unterstützt von staatlichen Einrichtungen wie den österreichischen IVF-Fonds – möglich bleiben.Im richtigen Moment angewendet, ist es in der Medizin immer wieder möglich, Großartiges zu erreichen, jedoch muss man stets mit großer Demut an die Sache herangehen.  
Dr. Alexander Stadler, Facharzt für Gynäkologie und IVF-Experte, Ärztlicher Leiter und Geschäftsführer, Spezialist für: IVF/ICSI-Behandlungen, Zytologie und Sonographie gründete das IVF-Institut STERIGNOST - Kinderwunsch Behandlungs GmbH, welches heute die VivaNeo Kinderwunschklinik Sterignost Klagenfurt ist.
Dr. Gernot Kommetter, MSc, Facharzt für Gynäkologie und IVF-Experte, Ärztlicher Leiter und Geschäftsführer, Spezialist für: Endoskopische Operationen, Endometriose, Pränataldiagnostik ist seit 2012 in der VivaNeo Kinderwunschklinik Sterignost Klagenfurt tätig.

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